Re:publica 2012: Unser Speednetworking

Am 3. Mai um 11 Uhr sollte das Speednetworking von dasnuf und mir stattfinden.

Leider wurde relativ viel dafür getan, unsere Session möglichst wenig präsent zu machen.

Zum einen wurden wir dem Open Space zugeordnet. Dort war vor allem ein … Open Space.

Im Vorfeld zur Re:publica konnte uns – trotz mehrfacher Nachfrage – niemand sagen, wie der Open Space und die Raumsituation für unsere Session konkret aussehen wird. Am Donnerstag vor Ort mussten wir uns dem Motto “action” gemäß unseren Raum dann selbst erstellen, Stühle und Tische besorgen, sowie mit einem jungen Mann um die Trennwand diskutieren.

Lustig war auch, dass wir bei der Akkreditierung gebeten wurden, uns 20 Minuten vor der Session am Empfang zu melden. Wir würden dann begleitet werden. Als es soweit war, wurden wir nach oben in den Open Space geschickt. Ohne Begleitung, die hätte uns ja womöglich bei den Aufbauarbeiten helfen können.

Darüber hinaus standen wir nicht im Zeitplan. Auf die Nachfrage warum, kam nur der Hinweis, dass unsere Session nicht in die Schedule-Übersicht gestellt werden kann und wir über die verschiedenen Kanäle wie Twitter etc. ja die Leute informieren könnten, außerdem hätten wir ja eh nur Platz für 20 Teilnehmer.

So kann man einem recht erfolgreich das Gefühl geben, eine Session 2. Klasse zu halten.

Unerwähnt möchte ich allerdings nicht lassen, dass es überhaupt kein Problem war, mich ausschließlich unter Pseudonym registrieren zu lassen und mein Klarname im Zusammenhang mit der re:publica nicht in Erscheinung getreten ist.
Danke dafür.

Zur Session fanden sich dann 14 Leute ein, wobei wir nachträglich noch ein paar Anfragen abweisen mussten, weil wir bereits begonnen hatten. Die Leute hatten leider nicht mitbekommen, wann und wo die Session stattfindet (s.o.).

Unser Ziel war es ja, die Diskussion um Frauen im Netz, Frauenquoten bei Veranstaltungen dieser Art etc. mal aus dem ernsthaft-dogmatischen Kontext zu nehmen und was zu machen, das unterhaltsam das Thema aufgreift.

Für große Diskussionen im Vorfeld sorgte die Frage nach dem Rotationsprinzip. Ein nicht unerheblicher Teil der Re:publica Teilnehmer hatte schon mittwochs darüber gerätselt.

Notiz an mich selbst, bei der nächsten Veranstaltung mit technik-begeisterten Menschen einfach eine schwierige mathematische Frage vorbereiten, das bricht jedes Eis.

Dank eines Kontakts von Patricia auf google+ bekamen wir die Lösung. Wenn alle alle kennenlernen wollen, muss eine Person sitzen bleiben, alle anderen rotieren nach jeder Runde um jeweils einen Platz.

Nachdem Patricia das System auf der Flipchart aufs Unterhaltsamste vorgestellt hatte, begannen 14 netzaffine Menschen (11 Frauen, 3 Männer) zu rotieren und sich zu unterhalten.

Ich pfiff nach 1,5 Minuten zur Redehalbzeit einmal und nach 3 Minuten zweimal mit meiner Trillerpfeife und kam mir vor, wie eine lebendige Peitschen-App.

Die Tatsache, dass nach dem Pfeifen stets ein “Was, ist die Zeit schon um?” kam, zeigte uns, dass die Session-Teilnehmer sich amüsierten. Sollten wir das Speednetworking wiederholen, stellen wir dann aber auch Getränke zur Verfügung.

Sehr gefreut hat es uns auch, dass fast alle Teilnehmer danach fragten, wie und wann wir die Daten aus den Fragebögen auswerten. Das zeigte uns, dass auch die Idee hinter der Aktion für spannend befunden wurde.

Danke also nochmal an alle Teilnehmer, die bei unserer Session mitgemacht haben!

Wir werden das Speednetworking baldmöglichst nachbereiten und die Ergebnisse in unseren Blogs vorstellen, uns bei Euch per Email melden und vielleicht sehen wir uns 2013 ja auch wieder.

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