Monatsabrechnung: Monats-Links November 2012

Franzi schrieb neulich darüber, wie es schade ist, dass nicht mehr so viel innerhalb der deutschen Blogosphäre verlinkt wird.

In der Tat nutze ich vor allem Twitter, quote.fm, wirres.net, facebook oder manchmal auch rivva als Quelle für interessante Geschichten, Blogeinträge, Hintergrundberichte, Videos, Bilder, Hinweise und verlinke dort auch meine Favoriten.

Es hatte mir bisher also gar nicht so viel gefehlt aber ich musste Franzi recht geben. Und ich bin ihr sehr dankbar, denn kurz darauf begann Herr Buddenbohm mit seiner exquisiten Verlinkungsserie Woanders. Auch dasnuf schrieb über das Herzeigen von Quellen und Patsch Bella fasst schon seit längerem unter Gelesen die Texte zusammen, die ihr bei quote.fm besonders gefallen haben.

Nun werde ich auch eine (monatliche) Abrechnung erstellen. Darin enthalten sind meine Twitter-Favs und ab sofort auch meine Lieblingsverlinkungen und als kleines Add-On ein paar Links, die mir der Gatte im Laufe des Monats zugetragen hat.

Bevor sich jemand wundert, den Großteil dieser Links habe ich bereits getwitter, gequotet, gefacebooked oder sonstwie öffentlich gemacht.

Meine Monats-Links November 2012

Diese Sprachdespoten waren mir immer schon ein Dorn im Auge. Sie erinnern mich an die Eltern, die früher immer am Telefon auf: “Kann ich bitte Susanne sprechen?” antworteten: -“Natürlich kannst Du das” und warten bis ich sagte: “Können Sie Susanne bitte ans Telefon holen?” Ich habe sie zutiefst verachtet und wenn ich das später so mit den Freunden meiner Kinder spreche, werde ich mir die Zunge abschneiden.

Herr Niggemeier hat mit Von Zombis und hohlen Kürbissen jedenfalls sehr schön den Sprachdespoten Walter Krämer dekonstruiert.

Sehr empfehlenswert, wenn man sich über ein hohes Maß an Idiotie aufregen möchte,: A husband confesses: ‘Seeing my wife give birth put me off sex for a YEAR!’ Er kann doch auch mal ganz ehrlich sagen, dass er Lust hat, mit jemand anderem zu schlafen, da muss man doch keine Geburt vorschieben. Und abgesehen davon, dass sein Frau vielleicht auch mal wieder Lust auf einen anderen Mann haben könnte, wird sie nach einer traumatischen Geburt sicher auch nicht sofort gerufen haben: “Ich will Sex im Wochenbett!”

Patricia Cammarata schreibt über Mein lückenloser Lebenslauf und ist dabei eine sehr kluge Spaßbremse.

Ich bin kein großer Fan von Frau Roth aber es nervt mich unglaublich, dass Frauen in der Politk mit einer unglaublichen Begeisterung quer durch alle intellektuellen Schichten aufgrund ihres Aussehens ins Lächerliche gezogen werden. Nele Tabler schreibt dazu Grüne Urwahl. Die Schrille. Die Stille. Der Sexismus.

Immer öfter habe ich den Eindruck, dass Ärzte, wenn sie nicht weiter wissen oder sich nicht mit ihren Patienten beschäftigen möchten – beides scheint überraschen häufig der Fall – einfach Sport und Abnehmen empfehlen. Offenbar kann man da wenig falsch machen und es klingt unglaublich gesund. Dasnuf hat einen tragisch-guten Eintrag über diverse Ärtze-Odysseen geschrieben.

Antje Schrupp hat einen wunderbaren Text über Euer Facebook-Gejammere nervt! geschrieben und ganz nebenbei eine grandiose Twitter-Definition geliefert:

Ich kann mich erinnern, dass es mir selbst anfangs ziemlich komisch vorkam, und dabei war Twitter im Jahr 2009 noch lange nicht so komisch wie es jetzt ist. Es ist in der Zwischenzeit praktisch eine eigene Sprache entstanden, eine eigene Kultur, mit eigenen Codes usw., die man beherrschen muss, wenn man irgendwie Spaß haben will. Es ist, als ob man auf eine Party geht, die schon seit Tagen läuft, wo man niemanden kennt (die anderen kennen sich aber schon seit Kindertagen) und das Ganze auch noch auf einem fremden Planeten, ohne Sprachkenntnisse und ohne Wissen, wie man sich hier benimmt. Und wem von diesen Millionen Twitterinnen soll ich folgen? Und wie mache ich auf mich aufmerksam, mit null oder zwei Followerinnen am Anfang?

Ok, im Grunde bin ich eine Stalkerin des Nufs aber sie schreibt einfach zu gute Texte um sie nicht ständig zu verlinken. Diese Suna-Rezension zum Beispiel.

Dann noch eine wunderschöne gezeichnete Anekdote von Sven K.

Elfengleich schreibt über Winterhude im Rahmen des von Maximilian Buddenbohm initierten tollen Projekts der Rest von Hamburg. Winterhude klingt jedenfalls nach einem Stadtteil, in dem man gern leben möchte.

Apropos Herzdamengeschichten, ich habe gerade die Wochen der schnellen Rührung und bei Dunkeltuten – der Novembereintrag bekam ich sehr feuchte Augen.

Ein etwas polemischer aber empfehlenswerter Artikel von Jakob Augstein über den Untergang des amerikanischen Imperiums.

Lukas Heinser schreibt Papier ist geduldig und ich kann irgendwie nicht genau sagen, was mir daran so gefällt. Ich glaube der Text ist klug, freundlich und feinwitzig.

How to be German in 20 easy steps – part 1 und part 2 sind einfach sehr unterhaltsame Texte, die deutlich mehr Freude bereiten als schlechte Glossen in der Tageszeitung.

Sehr gerührt hat mich auch Text für meine demente Großmutter von Ada Blitzkrieg.

Nicht nur weil ich darin erwähnt wurde, hat mir Buddenbohms Medien-Menü bei Christoph Koch sehr gut gefallen. Wenn man nur genug darin rumklickt, kann man sich ganz wunderbare in schönen Blogs verheddern.

Ein sehr guter Text, der zusammenfasst, warum 50 Shades of Grey ein ziemlich reaktionäres Buch ist.

Ich selbst bin ja ziemlich pinkifiziert aber muss dem Text Rosa Rollback in vielen Punkten Recht geben.

Kurzer kluger Text.

Während in den Medien immernoch das Bild von Hacker im Kapuzenpulli verbreitet wird, der im Dunklen auf der Tastatur rumtippert und unsere Daten ausspioniert und mit den Kreditkarten anderer Leute HD-Pornos runterlädt, sind die Leute, mit dem MC Winkel sich rumschlagen muss, die wirklichen Verbrecher des Internets.

Ich verlinke, die Links vom 27.11.12 von Felix Schwenzel, weil er hier wieder einmal beweist, dass das Kommentieren von Links eine hohe Kunst ist und den Lesegenuss des eigentlichen Textes sogar steigern kann.

Besonders beeindruckt hat mich bei Skyfall die Insel Hashima. Auf dieser etwas unübersichtichen Seite findet man unglaublich schöne Bilder von Hashima.

Die Link-Empfehlungen des Mannes:

Leopard-Panzer sind für Staaten aller Art ein Statussymbol wie immer ist es ein großer Spaß Herrn Martenstein zu lesen.

Es gibt kaum eine Tradition, die mich so nervt wie Halloween aber Heiko Werning hat völlig recht mit Mal ein paar Sätze zu Halloween.

Für Nahrung und Getränke ist bei uns der Mann zuständig, entsprechend bekomme ich von ihm Links wie diesen: Die Pampelmuse ist keine Grapefruit – eine kleine Zitrusfruchtkunde

Ich habe die Geschichte noch nicht gelesen, der Mann hat es mir während einer Autofahrt erzählt und das hat mir erstmal gereicht. Sein Wille geschehe

Nur weil ich seit Jahren ein Hängebauchschwein im Garten haben will, schickt er mir sowas: Ehepaar Fox trennt sich von Hängebauchschwein. Kennt jemand eine ähnliche Geschichte über Erdmännchen, die möchte der Mann nämlich züchten.

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