Monatsabrechnung: Monatslinks Januar 2013

Diesen Monat wird meine Monatsabrechnung ein wenig anders aussehen. Es gibt die allgemeinen Links und dann noch ein kleines Special zum Thema #aufschrei. Wobei Texte, die ich in Danke #aufschrei empfehle, nicht erneut verlinkt werden.

Die Rubrik Link-Empfehlungen des Mannes fällt diesen Monat aus technischen Gründen aus. Sie wird vielleicht nachgetragen, ist aber auf jeden Fall im nächsten Monat wieder dabei.

Und die Monatslinks sind nicht frei von Widersprüchen aber so ist das eben.

Ganz fluffig möchte ich ich mit Constructing Perversions: The DSM and the Classification of Sexual Paraphilias and Disorders beginnen. Mein Problem damit, dass eine Norm aufgestellt wird und alle, die diesem Raster nicht entsprechend, (am besten medikamentös) behandelt werden sollen, ist wahrscheinlich hinlänglich bekannt. Robert Scott Stewart, Ph.D. langes und wissenschaftliches Essay (nennt man das so?) bestätigt mich in dieser Haltung.

Vor sehr vielen Jahren habe ich mal ein Praktikum in der Produktionsfirma von Armin Maiwald gemacht. Diesem Umstand – und Armin Maiwald – habe ich auch meine erste Hamburg-Reise überhaupt zu verdanken. Selten habe ich jedenfalls ein so angenehmes Arbeitsumfeld erlebt und ich hoffe, dass es noch lange die Maus geben wird. Die entspannte und kluge Art Maiwalds wird jedenfalls beim Interview “Wir sind kein Schulersatz” sehr gut sichtbar.

Schon etwas überzogen aber sehr, sehr lustig: Fuck You, Menstruation.

Fehlt nur noch, dass es bald für Mädchen und Jungen unterschiedliche Butterkekse gibt (silly me, gibt es sicher schon). POSTGENDER? NEVER HEARD OF IT… ein wunderbarer Artikel von Ninia LaGrande über bekloppte Kinderartikel (und ich meine damit nicht der Kind, das Kind, die Kind).

Rape prevention tips mal logisch.

Einer der besten – und wütendsten – Texte zum Thema Frauenquote: Ich bin eine Quotenfrau.

Das Leben als Schlüsselkind – Meine Kindheit auf dem Dorf kann so poetisch und schön sein.

Ich begreife einfach nicht, warum es nicht überall frei zugängliches Wlan oder zumindest überall mindestens 3G gibt. Sascha Lobo hat jedenfalls einen prägnanten Text über die Wichtigkeit der digitalen Infrastruktur geschrieben: S.P.O.N. – Die Mensch-Maschine: Armes Deutschland

Labiaplasty, Part I und Part II von Kirsten O’Regan beweist mal wieder die Panik vor der Normabweichung – wobei die Norm absurderweise von der Pornographie festgelegt wurde – und den Hass auf Körperlichkeit – wenn einem eine Genitalverstümmelung lieber ist, als Lustempfinden – in unserer (westlichen) Gesellschaft.

Wo sie gerade sagen Porno: Ein sehr unaufgeregtes Interview mit James Deen. Mein Lieblingszitat:

I take an extreme amount of pride in my professional behavior. I pride myself on my business and professional ethic. If I am supposed to show at 10 am, I try to show at 9:45. In that article it mentioned something about, “James seems lonely and he doesn’t seem to have any friends. He is the only person who didn’t have anyone show up to set.” Who brings people to work with them? To me that is unprofessional and asinine. It would be like working at McDonald’s and asking someone to come and watch you flip burgers. It makes no sense. The level of professional courtesy that is given on adult films sets is so different, because people are naked and you want to make sure that everyone is comfortable, so people are overly-professional. You don’t invite your friends to porn sets.

Wenn ich an mein Studium – wie ich es auch nenne, die Zeit der Abstinenz – zurückdenke, dann erinnere ich mich oft an Männer, die Lesen als Distinktion betrachteten.

Ich werde das Nuf bei Gelegenheit mal fragen, ob wir als Familie bei ihnen in der Wohnung unsere Cheerleaderkombination vorführen dürfen. Bis dahin bleibt es dort wohl bei der Familientrendsportart Clogging.

vine — bewegte 6-sekunden fotos gefällt mir.

Judith Holofernes macht nicht nur gute Musik, sondern schreibt auch hinreißend. Zum Beispiel: NOTIZEN AUS KREUZBERG/ DER VERSENKUNG (8)… DON´T CALL US, WE´LL CALL YOU.

Ok, Sex und Normativitätskritik sind diesen Monat ein Thema gewesen. Insofern Auch dicke, alte Männer brauchen Liebe.

Warum sollte ich mir noch in der Zeitung eine Ausstellungskritik durchlesen, wenn ich zum Beispiel bei Herrn Buddenbohm eine Mischung aus Ausstellungsbericht, einer guten Geschichte und geschliffener Sprache haben kann? EIN ANRUF IM JAHR 1937

Vor kurzem haben der Mann und ich voller Begeisterung Borgen gesehen. In der Tat, können die Sendeanstalten sich nicht »Breaking Bad«, die Dänen und wir von Thilo Röscheisen durchlesen und dann etwas mutiger werden?

Böhmermann: “Kein Bock auf Nischenproduktion” Ein ausgeglichenes Verhältnis Interviews mit Männern/Interviews mit Frauen wird das diesen Monat nicht. Nunja, dafür kann Jan Böhmermann nichts und das Gespräch ist einfach zu unterhaltsam, um es unter den Tisch fallen zu lassen. Jetzt ist nur noch zu hoffen, dass es Roche & Böhmermann vielleicht doch weiterhin gibt.

Das Gespräch zwischen Frau Nessy und dem Taxifahrer ist ja auch fast ein Interview.

‘Slut-Shaming Fatigue’: Because This Crap Has Got to Stop von Hugo Schwyzer. Die nervige und überflüssige Jungfrauen/Schlampen-Dichotomie ist meiner Meinung nach sehr eng verwandt mit der Diskussion über Sexismus und sexuelle Übergriffe.

Apropos: Sonderedition empfehlenswerte Texte zu #aufschrei

Sibylle Hamann: Zwitscherfeminismus, yeah! schreibt eine sehr pointierte Anatomie einer Erregung.

sanczny über Flirtverbot:

Dann die Verallgemeinerungen: Männer wissen gar nicht mehr, wie sie Frauen ansprechen sollen? Was ist denn mit den vielen Männern, die es schaffen, ohne Frauen zu nahe zu treten oder übergriffig zu werden? Aber ausgerechnet Arschlöcher, die das nicht schaffen oder nicht wollen, erklären dann, die Männer seien verunsichert und orientierungslos.

Germany’s Problem with Women von Deanna Zandt auf Forbes. Der Titel sagt im Grunde schon alles aus.

Antje Schrupp fasst mit #Aufschrei hat gezeigt, wie Internet geht die wesentlichen Punkte der Debatte zusammen und ganz nebenbei schreibt sie einen wichtigen Text über Twitter, Beteiligungsformen im Internet, Filterbubbles und noch viel mehr.

Meine Lieblingstexte von Männern zum Thema #aufschrei sind von Malte Welding Männer, gebt die Herrschaft auf!, Christian Fischer #aufschrei – Es sind die anderen. (Ja?) und Felix Schwenzel jauchschrei.

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