Monatsabrechnung periodenverschoben: Monatslinks Mai und Juni 2013

The Militant Baker schreibt Things No One Will Tell Fat Girls… SO I WILL auf. Darin zu finden sind Verlinkungen zu sehr spannenden Texten und Zitate wie dieses:

A guy can pick you up off your feet, and it won’t break his back. „Wait, whaaaaaa Jes? You’re full of shit.“ Nope. This just happened to me for the first time in… six years? I’m considerably heavier than I was 6 years ago (like… 70 pounds heavier) and so when I ran up to my friend Eric for a hug and he picked me up with my heels in the air… it left me breathless. I had forgotten that it was possible; I had accepted a life void of being lifted. So exhilarating. Eric didn’t suffer any injuries and walked away unscathed.

Apropos gute Zitate. Tiffany Kell schreibt einen unglaublich rührenden, klugen aber auch sehr traurigen Text über ihren Vater: Why I Don’t Diet – An Ode to My Father.

My father was born larger than life, to a family of larger than life people. DNA sequencing showed we are almost entirely Viking stock, no great surprise given the height and breadth of our bodies.

When my father turned 20, he was over 6’2 and 300lbs. His feats of athleticism echoed like legends among his family and friends. There was the time he simply forward-pressed an enormous king-size bed from the sidewalk to a second-story window; it took six men to wrangle it inside. There was the time he and my mother were trapped in a collapsing apartment, and he picked her up with one arm and ripped the dead-bolted door out of its frame with the other. There was the time he stopped an attempted mugging by walking up to the assailant and plucking the knife out of his hand, like you or I would flick off a bit of lint. He was a giant, thriving and vital, built of strength and flesh.

But he didn’t want to be a giant. He wanted to be thin.

Bei 35 Grad im Schatten denkt keiner mehr an den kühlen Mai und die re:pubica 13 aber Kai Biermann hat den wunderbaren rp13-Vortrag von Felix Schwenzel kommentiert. Mit Felix Schwenzel, mit Witzelsucht die Welt verbessern bekommt man zwei hervorragende Dinge in einem.

Christoph Koch hat einen Mann interviewt, der sich als indischer Guru ausgab und daraus einen Dokumentarfilm machte. Was mir am Interview aber auch am Trailer zum Film so gut gefiel ist, dass sich nicht über die „Jünger“ lustig gemacht wird, sondern eher das Bedürfnis von Menschen nach Leitfiguren erleuchtet (Kalauer!) wird.

Sowohl persönlich als auch im nahen Umfeld habe ich wenig Erfahrung mit psychischen Erkrankungen gemacht. Daraus resultiert ein von Einer flog über das Kuckucksnest geprägtes Bild zu psychatrischen Einrichtungen. Entsprechend fand ich Aurelies Text Die Psychiatrie – eine Zwischenbilanz (oder so ähnlich) enorm spannend und interessant.

Ganz ähnlich ging es mir bei Hulk (I) von Kathrin Weßling. Mir persönlich helfen solche Texte sehr, denn sie bringen ein wenig Licht in meine Ignoranz und mein geringes Verständnis von Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen. Außerdem bin ich gerührt und beeindruckt von der Offenheit und Schonungslosigkeit, mit der die beiden Frauen darüber schreiben.

Malcolm Gladwel hat 2000 mit John Rock’s Error einen sehr langen aber unglaublich spannenden Artikel über die Geschichte der Pille, über Menstruation und Gesundheit geschrieben.

In Texas wurde ein Mann freigesprochen, der eine Prostitutierte wegen 150$ erschossen hat: In Texas, A Woman’s Life is Worth $150

Zurück zum Guten im Menschen. Marty Klein hat eine tolle Ode an Dan Savage: Humanist of the Year geschrieben.

Apropos Dan Savage, Girls watch Porn too. (Bis zum Schluss gucken.)

Einen Welt-Artikel zu verlinken ohne ihn daraufhin in der Luft zu zerreißen, habe ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Aber wenn Deborah Kogan beschreibt, Wie mich der Sexismus im Literaturbetrieb zermürbt muss ich von meinen Prinzipien Abstand nehmen. Ich rate allerdings davon ab, die Kommentare darunter ebenfalls zu lesen.

Ich mag es immer sehr wenn Herr Buddenbohm philosophisch wird. Besser scheitern (2): Blechbetrachtungen

Meinungen werden entsetzlich überschätzt, das ganze Herummeinen wird viel zu hoch gehängt, besonders in diversen Blogs zur Zeit. Über Meinungen kann man nur streiten, wenn man den Humor und die Selbstironie behält, und sonst sollte man um Gottes willen die Klappe halten, denn womöglich meint man morgen etwas anderes. Meinungen sind Spielzeug, man kann sie drehen und wenden und zack, sehen sie anders aus. Sie verfärben sich je nach Wissensstand, Gesellschaft und Umgebung, es lohnt nicht, sich deswegen an die Kehle zu gehen.

Apropos klug und selbstironisch, Rupert Everett wird vom SZ Magazin interviewt und dieses Gespräch verbindet aufs Feinste Kurzweiligkeit mit Substanz.

Dr. Mutti ist eins meiner Lieblingsblogs. Sie schreibt, wie ich es manchmal auch gern würde. Sie bleibt irre gelassen und mit Intelligenz, Wissen, Recherche und einem kühlen Kopf argumentiert sie nonchalant die Idiotien der Gesellschaft nieder.

Ein Großteil meiner Schulzeit verbrachte ich mit dem – erfolglos gebliebenen – Versuch, möglichst schön zu schreiben und dabei so wenige Flüchtigkeits- und Satzzeichenfehler wie möglich zu machen. Zuweilen hatte ich keine Lust mehr zu schreiben, weil ich Angst hatte, in meinen Texten zu viele Fehler zu machen und zum Gespött von Lehrern, Verwandten oder Mitschülern zu werden. Dank meiner Schrift und – je nach Stift – Verschmierungen wegen Linkshändigkeit fielen glücklicherweise viele Fehler gar nicht auf.

Kein Wunder also, dass Die Journalismus-Katastrophe bei bei mir auf offene Ohren stieß.

In diesem Sinne: It’s a comma, baby.

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  1. Pingback: schnippsel vom 07.07.2013: street art in ägypten, “viktorianische” kleider in namibia, die geschichte der guy-fawkes-maske, mandela und journalisten, & & & | No Average Robot

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