Januarlinks, die als Vorweihnachtslinks 2. Teil geplant waren

Nachdem die Kindern in den Weihnachtsferien völlig unerwartet damit begonnen haben, „auszuschlafen“, hege ich die Hoffnung, in wenigen Jahren am Wochenende wieder rumgammeln können. Dann würde ich gern stundenlang ein Computerspiel spielen. This War of Mine klingt zwar nicht nach Spaß aber nach einem ziemlich großartigen Spiel.

In der letzten Linksammlung habe ich ein zweiteiliges Interview von Theresa Bäuerlein mit einer Prostituierten verlinkt. Passend dazu der sehr spannende und ausführliche Blick von Clarissa Sebag-Montefiore auf Male Escorts.

Überhaupt Theresa Bäuerlein, sie ist meines Erachtens das Beste an den Krautreportern. Ihr Interview mit Petra Joy über Pornos, Frauen und Zensur hat mich wirklich begeistert. Gleichzeitig hat es mich bedrückt, denn es legt die Mechanismen offen, die hinter dem Konzept von Zensur liegen. Es geht dabei nie darum jemanden zu schützen, es geht um Machterhalt.

Und zwischendurch sollte man sich immer wieder vor Augen führen, in welchem Verhältnis wir zum Universum stehen.

Das Portrait über Angela Merkel im New Yorker ist sehr, sehr lang (also wirklich sehr lang) aber absolut empfehlenswert.

Handstand, öffenen Sie den Link nicht auf der Arbeit!

Familienfotos

Ende November habe ich mir einen langjährigen Wunsch erfüllt: ich war zum ersten Mal in meinem Leben Surfen (Wellenreiten). Aus dem dreitägigen Kurs wurde wegen eines Sturmtiefs leider ein eintägiger Kurs. Trotzdem war es großartig. Bis ich das nächste Mal Gelegenheit finde, mich von Wellen überspülen zu lassen, schaue ich mir Surfvideos an, lese über Surfen und Seximus und unterstütze – in einem sehr kleinen Rahmen – The History of Women’s Surfing Initiative.

Die Geister die ich rief: Die Rolle der amerikanischen Gefangenenlager im Irak für den IS.

Der Unterschied zwischen lebloser und lebender Materie ist wahrscheinlich kleiner als man denkt.

Girl on the net darüber, wie man Frauen findet, die Lust auf Sex haben:

Part of the problem, I feel, is that people who ask this question often mean ‘why can’t I meet a woman who will, at the cost of no effort on my part, sit on my twitching cock?’

In Peking kann man nicht mehr atmen: airpocalypse

Jana Kunath und Volker Busse haben eine feine Sammlung von Blogtexten herausgegeben. In den Tiefen der Blogs kann heruntergeladen werden und lohnt sich wirklich. Ich freue mich daher sehr, dabei sein zu dürfen.

In Anbetracht der Tatsache, dass ich es gerade mal geschafft habe, auf dem Surfbrett zu knien, ist meine Leidenschaft für Big-Wave-Surfen etwas verwegen. Trotzdem erkundige ich mich gern, wie man sich am besten schützt, wenn man bis zu 30 Meter hohe Wellen reitet.

Ich kann Alexandra Müller 100% zustimmen: Wer über Sex spricht, hat besseren Sex. Die Links im Text waren für mich übrigens fast alle neu und sehr interessant.

Christian Bayerlein hat spinale Muskelatrophie und in der Taz hat er ein absolut lesenswertes Interview gegeben, in dem auch Sex ein Thema war. Daraufhin ist die CDU-Fraktion in Koblenz der Meinung, dass er nicht mehr als Behindertenbeauftragter gewählt werden soll. Wtf.

Vielleicht traue ich mich nächstes Jahr auch auf den Kongress des ccc. Patricia Cammarata hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht und mir die Angst genommen.

Und vielleicht traue ich mich dieses Jahr auch mal wieder in einem Bikini an den Strand.

Meine Lieblingsüberschrift der letzten Wochen war: Männer, die auf Feministinnen starren. Antje Schrupps Text hält – wie gewohnt – was er verspricht.

Johann Hari hat ein Buch über Drogen geschrieben und der Text darüber im Guardian führte dazu, dass ich es mir gekauft (aber noch nicht gelesen) habe.

“What I learned is that the opposite of addiction is not sobriety,” Hari says. “The opposite of addiction is human connection.“

Der Terror-Anschlag auf die Charlie Hebdo-Redaktion hat mich schockiert und macht mich rat- und hilflos. Ich habe den Eindruck, dass jeder die Toten für seine Interessen und seine Doktrin instrumentalisiert. Kurz nach dem Anschlag hat Stefan Mesch PEGIDA, Verbote, Charlie Hebdo: “Nimmst du das hin? Lässt dich das kalt?” geschrieben. Etwas Besseres habe ich bis jetzt nicht zum Thema gelesen.

Passend dazu auch ein CNN-Interview mit Reza Aslan aus September über Glaube, Gewalt und Vorurteile.

Apropos Dilettantismus bei Journalisten: Wie es bei „Maybrit Illner“ im ZDF wirklich zugeht.

Martin Gommel hat eine Frau und ihren Vater in einem Flüchtlingsheim besucht und fotografiert. Ganz unprätentiös wird einem beim Anblick der Bilder und lesen des Textes klar, warum es wichtig und richtig ist, dass wir Flüchtlinge aufnehmen und ihnen helfen.

Im Grenzgebiet aus dem ich komme, gab es keinen Kabelanschluss und meine Eltern verweigerten eine Parabolantenne. Ich wuchs also mit den deutschen und niederländischen öffentlich rechtlichen Sendern auf. Die einzige Möglichkeit Musikvideos zu sehen, war die wöchentliche Formel-Eins-Sendung. Diese nahm ich auf Videokassette auf und schaute mir die Highlights immer wieder an. Mein absolutes Lieblingsvideo war Rush Rush von Paula Abdul. Seitdem möchte ich ein Kind von Keanu Reeves und nähme dafür auch in Kauf, dass es nur eine eingeschränkte Mimik hätte.

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