Aus Elle wird Journelle

Anfang 2004 habe ich mit dem Bloggen begonnen, weil mir ein naher Verwandter einfach ein Blog* angelegt hat.

Damals hatte ich gerade mein Studium beendet, wohnte in Köln, verdiente meinen Lebensunterhalt bei meinem ehemaligen Studentenjob, war Single und lebte in einer Einzimmerwohnung.

Das Bloggen hat mein Leben verändert, denn es war nicht unwesentlich daran beteiligt, dass ich den Mann kennenlernte, nach Hamburg zog, zwei Kinder bekam und nun in einer Altbauwohnung Mutti-Kaffee-Kränzchen abhalte.

Und jedem der mir mit Angst in den Augen vom bösen Internet und dem Verlust von realen Kontakten erzählt, möchte ich entgegenhalten: ich habe selten so viele so nette Menschen kennengelernt und ganz real zu Parties eingeladen, zu Taufpaten meiner Kinder gemacht, mit ihnen wunderbare kulinarische Abende verbracht und inspirierende Gespräche in Berliner Hinterhofcafés geführt.

Das alles änderte nichts daran, dass ich seit 2007 nur noch selten gebloggt habe. Seit ein paar Monaten schreibe ich wieder mehr und möchte das auch beibehalten, wenngleich aus mir nie eine Viel- oder gar Schnellschreiberin** werden wird.

Et Voilà: Willkommen auf meinem erfrischten Blog.

Aus Elle ist Journelle, aus Schwarz ist Weiß und aus feinen Schuhen ist praktisches Schuhwerk geworden.

Damit nicht genug, zum Relaunch habe ich mir einen Knaller-Marketing-Gag ausgedacht, der beweist, dass ich mit Markteing nicht meinen Lebensunterhalt bestreite:

Die ersten fünf Verlinkungen zu Journelle 3.0 erhalten ein Glas selbstgemachtes, sortenreines Bio-Apfelgelee***.

Mit Verlinkungen meine ich Hinweise/kleine Texte im eigenen Blog, bei Twitter (kein Retweet, sondern ein eigenständiger Tweet), Facebook oder Google+, eine (Wieder-)Aufnahme in die Blogrolle gilt ebenfalls.

Ferner möchte ich darum bitten, in den Kommentaren unter diesen Text den Link dazu zu hinterlegen und unbedingt die Emailadresse anzugeben – nur für mich sichtbar -, so dass ich nach Eurer Anschrift zwecks Versand fragen kann.

Der nahe Verwandte, dem ich zu verdanken habe, das hier alles so toll aussieht und perfekt funktioniert, wird selbstverständlich lebenslang mit Gelee versorgt.

*Das Blog war damals bei blogg.de. Als ich 2006 auf meine eigene Domain umgezogen bin, habe ich das alte Blog geschlossen.

**Der Mann macht sich regelmäßig darüber lustig, dass ich mehrere Stunden für einen Blogeintrag benötige. Jeder hat seine Talente, ich kann beispielsweise kometenhaft schnell abspülen.

***Im Angebot sind die Sorten „Schöner aus Boskoop“, „Bassumer Apfel“, „Erdbeerapfel“ und „Seestermühler Zitronenapfel“. Über Geschichte und Herstellung meines Apfelgelees werde ich noch schreiben.

15 Kommentare, twittern, sharen, plussen

  1. Ein ganz großer Eintrag, der mich ein paar Jahre zurückdenken lässt. Das mit diesen Blogs kannte ich vom Hörensagen, hatte aber nie die Energie, mich damit zu beschäftigen. Dann wurde ich, keine Ahnung mehr wie, auf Dein altes Blog aufmerksam. Und kam nicht mehr davon los, las mich durch die Blogroll und verstand endlich, was es mit diesem RSS Dings auf sich hatte.

    Bei einer famosen Bloglesung im Frühjahr 2006 in einem viel zu heißen und schlecht belüfteten Club im Schanzenviertel konnte ich diese Leute, deren Texte ich regelmäßig las, alle mal live sehen. Was war das für ein Erweckungserlebnis! Da saßen sie alle auf dieser improvisierten Bühne und lasen und lasen und lasen und ich mochte immer nur zuhören. Du hast ja leider selbst nicht gelesen, aber immerhin konnte ich Dich kartenverkaufenderweise kennen lernen.

    So viel ist aus diesem Abend geworden: Tausende Stunden mit dem Feedreader, viele Nachmittage mit Literatur bei Kaffee.Satz.Lesen und vor allem einige sehr lieb gewordene Bekanntschaften, die ich leider nicht mehr so pflegen kann, seit ich nicht mehr in Hamburg wohne. Dazu ein eigenes Blog, das dann leider nach drei Jahren den Weg vieler Blogs ging, „aus Gründen“, wie man so sagt.

    Betrübt war ich, als die Einträge hier spärlicher wurden, doch umso größer war die Freude, als es hier wieder regelmäßiger etwas zu lesen gab. Daher: Ein großes Danke und bestes Gelingen beim Projekt 3.0.

  2. Sehr schön das hier wieder mehr los ist! Und das Design! Eine ganz neue Erlebniswelt!

    War ja schon immer mal geneigt etwas zu schreiben das es mit dem zwischenzeitlichen Design so hätte nicht weiter gehen können!

    Das Problem mit dem ewig an Texten rumfrisieren kenne ich auch. Bei Blogbeiträgen habe ich da ja noch irgendwie Verständnis für mich selber, könnte ja wohlmöglich die halbe Welt lesen, da will ich das beste liefern. Aber leider geht es mir mit E-Mails an nur eine Person oft genau so!

  3. Ich lese hier auch schon sehr lange mit, seit 2004. Hatte damals auch mal für eine Weile ein kleines Blog und wir hatten uns glaube ich sogar gegenseitig auf der Blogroll. Lese heute nur noch eine handvoll private Blogs, aber diesem bin ich immer treu geblieben. Mag einfach die Denke und die Schreibe und es ist fast immer ein großer Spaß mitzulesen. Vielen Dank! Ach ja, und Apfelgelee mag ich übrigens auch.

  4. Pingback: nichts neues wirklich | frauniepi

  5. Wahrscheinlich habe ich die Spielregeln zu schlecht erklärt, aber ginge es nach den von mir aufgestellten Regeln, würde bisher nur frauniepi ein Glas Apfelgelee erhalten.

    Wie ich schon schrieb, habe ich aber nichts mit Marketing am Hut und schreie jetzt einfach: „Apfelgelee für alle (die unter diesem Post bisher kommentiert und dabei eine Emailadresse hinterlegt haben).“

    (Zur Info hier nochmal die eigentlichen Regeln: Link auf mein aufgefrischtes Blog über Blog/Twitter/Facebook oder Google+ setzen UND dann in einem Kommentar unter diesem Blogeintrag darauf hinweisen. Verlinkungen VOR dem 8.12.11 gelten nicht.)

  6. Ich bin vor ein paar Monaten über die Retweets bei Das Nuf auf Sie aufmerksam geworden und freue mich seitdem über jeden Ihrer humorvollen und sehr lesenswerten Tweets und Blogeinträge. Vielen Dank dafür!

    Disclaimer: Sie haben die Spielregeln schon ordentlich erklärt. Ich vermute, den meisten Kommentierenden über mir kam es nur darauf an, einfach mal ihre Begeisterung ausdrücken zu wollen. Was natürlich nicht gegen die Qualität Ihres Gelees spricht, sondern vor allem für die Qualität Ihres Blogs. ;-)

  7. Das ist wirklich sehr lieb mit dem Gelee! Hatte eigentlich, mit meinem Kommentar, gar nicht mit Gelee gerechnet. Da mein Twitter-Kanal aus Marketingsicht wohl nicht der beste Platz für reiche Besucherströme für dein Blog ist, wollte ich anderen lieber den Vortritt lassen, bei denen es Dir mehr bringt.

    Da ich nun ja aber ein Gelee bekomme, gibt es natürlich auch einen Link: http://twitter.com/#!/tobny/status/145078253751767040

    Bin gespannt aufs Gelee! Seit Oma nicht mehr da ist, ist Gelee rar geworden. Da freut es mich um so mehr!

  8. Pingback: Welche Blogs ich lese und warum: Informations- und Linkhubs | Journelle

  9. Pingback: WERBUNG FÜR EINE GROßARTIGE SESSION AUF DER RE:PUBLICA 2012 (ist das zu subtil?) | Journelle

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