Welche Blogs ich lese und warum: salt’n’pepa

Nachdem ich die Einleitung vor mehr drei Wochen geschrieben habe und da auch den Titel des Eintrags erklärt habe, komme ich nun schon zum Hauptteil.

Vorab: es geht um Sex, wen das stört, der soll einfach nicht weiterlesen. Außerdem sollte man die Links nicht auf dem Firmencomputer anklicken.

Für diejenigen, die sich nicht durch das ganze Vorgeplänkel quälen möchten: ich habe geschrieben, dass ich gern Texte, Blogs usw. mit sexuellem Inhalt lese und meine Liebslingsblogs auf diesem Gebiet genauso vorstellen möchte, wie meine anderen Lieblingsblogs.

Ferner bin ich der Meinung, dass wir zwar ständig von halbnackten computergenerierten Körpern und inszenierten Kopulationen umgeben sind, aber das hat mit der sexuellen Realität der meisten Menschen so viel zu tun, wie der Ku-Klux-Klan mit Martin Luther King.

Und obwohl wir ständig Sex sehen und darüber in Platitüden sprechen, ist Ehrlichkeit in diesem Bereich ein seltenes Gut. Verständlicherweise, denn Ehrlichkeit in der Sexualität führt meist dazu, dass sich außenstehende Menschen dazu berufen fühlen, die Sachlage zu kommentieren, sich darüber lustig zu machen oder Belehrungen über ein vermeintlich richtiges Sexualleben zu äußern. Zu Recht möchten sich dem die wenigsten Menschen aussetzen.

Über die “alten” Medien kommt man jedenfalls selten an interessante Berichte, Erzählungen, Tipps usw. Das Internet ist da wesentlich ergiebiger. Aufgrund der weitreichenden Vernetzung und der relativ großen Offenheit vieler Menschen – dank der möglichen Anonymität – stellt man beim Surfen, Lesen und Recherchieren schnell fest, dass es Liebhaber für eigentlich alles gibt und man selbst mit einer sexuellen Vorliebe für Meissner Porzellan nicht allein ist. Ich glaube, dass im Internet eine stille sexuelle Revolution stattfindet und schöner als es Noah Brand in Why I Love Weird Porn schreibt, kann man das nicht zusammenfassen.

Leider gibt es relativ wenige deutsche Foren, Blogs usw, die sich mit Sexualität befassen und die ich gerne lese. Vielleicht liegt es daran, dass es auf Englisch, eine Sprache die vom Sprachduktus her schon viel lakonischer ist, einfacher ist, unaufgeregte Worte für so ein aufgeblasenes Thema zu finden.

Aber es gibt Ausnahmen. Der lakonisch-drastische Sprachstil des deutschsprachigen Blogs Seite2 Wollen Sie das wirklich so genau wissen? jedenfalls begeistert mich immer wieder aufs Neue. Das fängt schon mit dem Impressum an, das so klar und gradlinig ist, wie ich kein anderes in der Blogosphäre kenne. Die Bloggerin WG erzählt auf Seite2 in unregelmäßigen Abständen von ihrem sadomasochistischen Sexualleben.

Da das Blog, meiner Meinung nach, auf mehreren Ebenen funktioniert, ist es überhaupt nicht notwendig, sich persönlich für Sadomasochismus zu begeistern, um es gern zu lesen.

Auf der einen Ebenen finde ich es einfach interessant, Dinge über sadomasochistischen Sex zu erfahren, die man beispielsweise in Zeitschriften nur gefiltert oder vage erfährt. In Frauenzeitschriften sind ja schon Puschelhandschellen die Krönung der Dominanz. Auch fragt man Bekannte oder Freunde – selbst wenn sie solche Vorlieben haben – nicht einfach bei einem Glas Wein, wie genau sie den Partner ans Bett fesseln und wie schmerzhaft denn nun so eine Gerte ist.

Die zweite Ebene, die ich an diesem Blog so schätze, ist die Kontinuität. Kontinuität im Sinne von Fortsetzung der Geschichten. WG kürzt die Namen ihrer Männer mit dem ersten Buchstaben ab und man kann im Laufe der Wochen und Monate mitverfolgen, wie sich die Beziehung entwickelt. Ich persönlich habe bei K sehr mitgefiebert. Diese Geschichten geben dem Blog jedenfalls eine Dramaturgie, die sich David Lynch auch nicht viel besser hätte ausdenken können.

Apropos Kino, auf einer dritten Ebene ist den Texten des Blogs eine sehr spezielle Amores-Perros-artige Atmosphäre zu eigen. Entsprechend gehen mir die Texte häufig sehr nah und beschäftigen mich deutlich mehr als vieles, was ich im Laufe eines Tages oder einer Woche sonst so lese.

Ganz anders, aber ebenfalls sehr spannend ist das englischsprachige Tumblr-Blog sex is not the enemy. Im Grunde handelt es sich bei dem Blog um eine gute Sammlung interessanter Texte und Bilder zum Thema Sex. Besonders schätze ich hierbei die enorm große Spannbreite. Ich würde mir einfach aus persönlichen Präferenzen normalerweise keine gleichgeschlechtlichen pornographischen Bilder anschauen, aber Dank sex is not the enemy bekomme ich schöne Einblicke.

Besonders begeistert bin ich aber von den vielen Bildern mit ‘echten’ kräftigen, dünnen, alten, behinderten, haarigen oder schwangeren Körpern. Im Grunde ganz unaufdringlich und entspannt wird ein einziger Punkt klar gemacht: Sexualität macht vor allem Spaß, egal wie Du aussiehst, wie alt Du bist oder ob Du eine Behinderung hat.

Die verlinkten Texte sind ebenfalls zu 90% sehr lesenswert, wenngleich ich manchmal auch etwas entnervt bin, von der ewigen Rechtfertigung für eine Sexualtiät ohne Schuldgefühle. Wahrscheinlich liegt das vor allem an den vielen amerikanischen Texten, dort scheint die Verknüpfung von Sex und Schuld noch etwas ausgeprägter zu sein, als in Deutschland.

Via Frau Fragmente wurde ich auf das amerikanische Blog 25 things about my sexuality aufmerksam. Es gehört zu den Blogs, bei dem ich sogar im Archiv gestöbert habe. Ich halte es bei den meisten anderen Blogs, die ich neu entdecke, eher mit ‘Aufwärts immer, rückwärts nimmer!’.

Das Prinzip des Blogs ist wie folgt: jeder kann an 25thingsaboutmysexuality@gmail.com eine Liste (auf Englisch) mit 25 Dingen über die eigenen Sexualität mailen. Diese wird dann anonym veröffentlicht. Ich habe das Gefühl, dass es kaum einen anderen Ort gibt, an dem so offen und facettenreich über Vorlieben, Ängste, Beziehungen und heimliche Leidenschaften geschrieben wird.

Meiner Meinung nach erfährt man in diesem Blog mehr über die extrem variantenreiche Sexualität des Menschen als in vielen wissenschaftlichen Arbeiten zum gleichen Thema. Eine systematische Auswertung des Blogs kann ich mir sehr spannend vorstellen, wobei dabei bedacht werden müsste, dass die meisten Einträge von 18-30 Jährigen Amerikanern stammen. Die alterstechnische und geographische Varianz ist (noch) nicht so hoch.

Die Listen selbst sind von sehr unterschiedlicher Qualität, was das Blog aber nicht weniger spannend macht. Außerdem bin ich immer wieder beeindruckt, wie die Autoren – Anonymität hin oder her – diesen sehr privaten Aspekt ihres Lebens mit anderen teilen. Ihre Motivation ist häufig, endlich ihre sexuellen Gedanken durch das Aufschreiben sortieren zu können. Man merkt den Texten förmlich an, wie ganze Steinbrüche von den Herzen fallen. Häufig wird auch geschrieben, dass sie sich von den anderen Einträgen inspiriert gefühlt haben und froh waren, zu lesen, dass sie nicht die einzigen mit einer eigenwilligen Sexualität sind.

Das Projekt ist jedenfalls großartig und ich hoffe, dass es noch viele weitere Zusendungen geben wird. Neulich erst haben die Herausgeber einen kleinen Aufruf gestartet, mit der Bitte, auf das Projekt aufmerksam zu machen und/oder selbst eine Liste zu erstellen und einzureichen. (Ich für meinen Teil mache nur Werbung, keine Liste.)

Weiter geht es dann in ein, zwei, drei Tagen, Wochen oder Monaten mit dem vorerst letzten Teil der Serie “Second-Hand”.

Kleinstädtische Relevanz

Glücklicherweise wohne ich in der Stadt.

Dort kann man nämlich nur sehr mittelmäßig Sterne gucken. Denn jedes mal wenn ich nachts in den Himmel schaue, wird mir bewusst, wie unglaublich irrelevant ich für die Welt und das Weltall bin.

Diese Erkenntnis ist sicherlich sehr wichtig, gleichwohl aber auch sehr beängstigend, denn ich persönlich nehme mich als Nabel der Welt wahr.

Nicht weniger beeindruckt bin ich immer wieder von den Parallelwelten, die selbst innerhalb der gleichen Stadt irgendwie vor sich hin existieren.

Während in der Schanze die Werber fair gehandelten Kaffee trinken und sich dabei die autonomen Laienschauspieler anschauen, joggt die Winterhuder Mutti durch den Stadtpark und ihr Mann fährt
schon mal den Range Rover vor.

Ich gehöre auch zu den Leuten, die bei Drogengeschichten immer total große und ungläubige Augen bekommen.

In meiner Welt gibt es keine Drogen wir, erledigen das mit Alkohol und Völlerei.

Oder diese Sportler. Ich kenne Menschen, die einen Großteil ihrer Freizeit mit Sport verbringen. Dieses Sportdings ist eine große Industrie, selbst wenn man alles rund um Fußball rauslässt. Der Gedanke fasziniert mich immer wieder.

Und es gibt Menschen mit sehr speziellen Interessesen, zum Beispiel für Bunker (ohne politischen Hintergrund). Die reisen sogar mit GPS-Geräten zu unglaublich abgelegenen Orten und spielen dort Entdecken.

Und alle nutzen das Internet, entweder um ihre Tennisfreizeiten zu organisieren oder Bilder von Bunkern zu tauschen. Und angeblich soll man über das Internet auch gut an Rauschmittel kommen.

Es gibt bestimmt eine Fanpage zur Nutzung von Range Rovern in der urbanen Lebenswelt und unter Jogging-mit-Perlohring lässt sich bestimmt auch was finden. Werber twittern und die Autonomen haben auch ihre Internetforen.

Was ich sagen möchte, die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wird vor allem dadurch bestimmt, was man selbst wahrnimmt.

Oder anders, das Internet als Medium ist gesellschaftlich relevant.

Die, die das Medium nutzen und/oder Inhalte generieren sind es nur bedingt, nämlich für die Gruppe, die sie wahrnimmt.

Weil das Internet so heterogen und differenziert ist, ist es gar nicht möglich von Relevanz oder gesellschaftlicher Wahrnehmung zu sprechen.

Es gibt einfach unzählige kleinere oder größere Gruppen für alle erdenklichen und unerdenklichen Spleens, Vorlieben und Interessen, die sich zusammentun und dann Leitfiguren auswählen.

Wenn man zu den Leitfiguren einer Gruppe gehört, zum Beispiel eine Leitfigur der Techblogger, dann kann es schnell passieren, dass man glaubt, man sei eine bedeutende Figur des Weltgeschehens und man hätte ferner die Weisheit, für die öffentliche Wahrnehmung zu sprechen:

@ @ habe ich niemals in Frage gestellt,es ging um Wahrnehmung in der breiten Oeffentlichkeit.Bitte nicht verwechseln :)
@sascha_p
Sascha Pallenberg

Leider ist dem meist nicht so. Es gibt nur wenige Zuckerbergs und selbst denen traue ich nicht zu, die Gesellschaftsrelevanz von irgendwas zu definieren.

(By the Way, wenn es stimmt, was Cindy Gallop auf der Re:publica 12 sagte und viele Menschen sehr viele Stunden täglich Pornos gucken, dann hat wohl vor allem die webbasierte Pornoindustrie gesellschaftliche Relevanz.)

Es ist jedenfalls schwer, die eigene Wichtigskeitsseifenblase zum Platzen zu bringen.

Ich kenne das selbst. In dem Landstrich aus dem ich komme, war meine Vater ein bekannter Mann. Wenn ich meinen Nachnamen nannte, wussten die meisten Leute gleich Bescheid, wer ich bin, wo ich wohne, was meine Mutter macht und wer mein Bruder ist. Ich war die Paris Hilton der Zipfelgemeinde.

Kaum lebte ich woanders, war ich nur noch das laute, leicht vulgäre und mittelattraktive Mädchen vom Land.

Wir sind im Netz also alle nur Kleinstädter. Der eine mehr Kleinstadt-Lord, die andere Kleinstadt-Queen und der dritte ein freundlicher Zuschauer der kleinstädtischen Festspiele.

Und statt weiter Villariba und Villabajo zu spielen sollten wir es mit Sascha Lobo halten und mal darüber nachdenken, wie wir “einen Weg finden, dauerhaft mit 30 Millionen Nichtnetznutzern klarzukommen”.

Denn von der selbstempfundenen Relevanz und dem Applaus der üblichen Fans mal abgesehen, sind Blogs, Twitter, Instagram, Pinterest usw. nach wie vor Exoten. Sogar Facebook wird von den meisten kaum genutzt.

Diejenigen, die sich anmelden, wissen meist gar nicht was sie damit anfangen sollen und lassen ihr Account ungenutzt vergammeln oder spielen Farmville.

Ich spreche hier nicht von der Generation meiner Eltern sondern meinem Freundeskreis.

Da handelt es sich um 30 bis 40 jährige mit Hochabschluss, einer offenen Geisteshaltung und breitgestreuten Interessen.

Aber Texte von Leuten im Internet lesen? Warum?

Hä, wie 140 Zeichen? Und was soll man da schreiben?

Fotos mit #skyporn taggen? Warum sollte ich das tun und wer mag sich schon meine Fotos anschauen?

Fakt ist, das Internet ist grandios, eine einzige Wunderkiste und es wird unaufhaltsam immer mehr Dreh-und-Angelpunkt unserer Gesellschaft werden.

Das weiß ich und das wissen alle, die bei der re:publica freundlich miteinander geflauscht haben.

Aber es gibt noch unglaublich viele Menschen die sich schlichtweg nicht dafür interessieren. Deren Lebenswelt kommt mit dem Internet in Verbindung, wenn sie Mails schreiben, Rezepte raussuchen, eine Reise buchen oder sich Pornos angucken.

Und irgendwann durch Zufall werden einige dieser Leute den Weg in ihre Netzkleinstadt finden und sich dabei ganz sicher nicht an irgendeiner Relevanzdebatte orientieren, die auch noch 50% der Bevölkerung ausschließt.

Eher stoßen sie über search requests wie Baby Brei auf ein Muttiblog oder über Frankfurter Grüne Sauce auf ein Foodblog.

Anstatt also Grabenkämpfe um die Relevanz in der Kreisstadt zu führen ist es doch deutlich zielführeder den 30 Millionen Nichtnutzern die Vielfalt des Netzes zu zeigen, die arrogante Schwanzvergleichsattitüde abzulegen, ihnen die von allen Seiten geschürten Ängste (Netzkriminalität, Entfremdung, Stalker, Trolle) zu nehmen und den ganzen Kram einfach mal in einer verständlichen Sprache zu erklären.

Und ja, ich weiß, dieser Drops ist eigentlich schon gelutscht. Es gibt zwei hervorragende Blogeinträge hierzu von Antje Schrupp und Patricia Cammarata aber das hier ist sozusagen der ausgeartete Leserbrief in der Lokalzeitung, der den beiden wild Beifall klatscht.

Meine Twitter-Favs März 2012

Meine erste Fav-Liste. 1,5 Tage zu früh und sie wird wahrscheinlich ein ähnlicher Hit wie meine Mischtapes. Sei es drum, ich habe jedes Mal laut gelacht.

Manchmal komme ich nur kurz zum Faven vorbei.
Zwiebelsuppe aus der Dose mit einer Scheiblette in der Mikrowelle überbacken.Ich liebe die französische Küche!
@quarkkalibur
Q. Kalibur
Gehen, Fahren und Fliegen sind sich so ähnlich. Wenn man jeweils „einen" davor und „lassen" dahinter setzt, ist der Unterschied ein Furz.
@peterbreuer
Peter Breuer
Jemand hat meinen "FUCK YOU VERY MUCH"-Aufkleber von meinem Auto geklaut! In was für einer verkommenen Welt lebe ich eigentlich?
@Schreyeisen
Sisyphos Potjomkin
Mother has started her Diamond Jubilee UK tour. Bit excited. King for a day.
@Charles_HRH
Prince Charles
Der Kollege und ich spielen "Schere, Stein, Papier" per Mail.Der ist so gut. Er gewinnt jedes Mal, egal was ich zuerst maile.
@RitaKasino
Rita Kasino
Kannst Du Deinen Gegner nicht überzeugen, verwirre ihn.
Und dann steht ein Typ dicht hinter mir an UBahn Tür und flüstert wiederholt 'Ich bin unsichtbar. Die können mich nicht sehen. Keine Angst."
@svensonsan
Sven Dietrich
geschäftsidee: eine digitale todo-liste, die an tischfeuerwerk gekoppelt ist. wieder was fertig, BÄMM!
Rückmeldungen wie "Ihr Vortrag war aber sehr mutig" irritieren mich immer. Was genau riskiere ich denn? Nicht gemocht zu werden? #fb
@antjeschrupp
Antje Schrupp
Verlieben ist leicht: Einfach auf einem Einhorn durch die Gegend reiten & mit Mettkugeln in deren Innern Nutellagläser sind, um sich werfen.
An Buffets gibt's 2 Arten von Leuten: solche, die sich 10 Fleischstücke auf einmal auftun und jene, die alles mitzählen was andere auftun.
@Starnightmelody
starnightmelody
Kita klärte Paulchens Gruppe heute über Recycling auf. Wir benutzen ab sofort das alte Vertu Handy als Türstopper. Der alte Knochen.
@EppendorfMutti
Eppendorf Mutti
Nirgendwo lese ich das Wort »präzise« so häufig wie im Zusammenhang mit künstlerischen Poetiken.
Maschmeyer und Ferres: das Böse des Banalen.
@Wondergirl
Wondergirl
Mann, entrüstet: "Die ist doch erst 15!" "Keine Sorge Schatz, wir sind so alt dass die, die wir für 15 halten schon 23 sind."
@dasnuf
dasnuf
Freue mich auf die ungläubigen Augen der Kinder, wenn wir erzählen, wie wir damals jeden Tag neu unter Schmerzen das Internet erklärt haben.
@fraeulein_tessa
teresa m. bücker
Jetzt live: Die Drei??? und das Rätsel der durch Verdödelung verschwundenen Abende.
@mbukowski
Michael Bukowski
Ich brauch ein geheimes Schlafzimmer. Ins offizielle lege ich mich bis die Kinder in mein Bett geschlichen sind, dann schleiche ich mich weg
@dasnuf
dasnuf
Eines Tages freust du dich im Schuppen, weil du dein einhundertstes Männchen geschnitzt hast. Geh nicht raus, draußen ist nicht Lönneberga.
@peterbreuer
Peter Breuer
Beim Lachen verschlucken is mein Unsichtbarwerden.
@kullerfieps
hopskuller

ich mach dann jetzt mal den erklärbär

gerade habe ich den sohn zur kita gebracht und stehe nun mit der tochter im tragetuch vorm bauch (hierbei handelt es sich um den 2. nachwuchs vgl. kommentar von andreas rauer in nachtbloggen) und vollgekotztem oberteil in der ubahn.

dank moderner technologie ist es mir trotzdem möglich, einträge zu schreiben und kommentare freizuschalten und zu lesen.

schwierig hingegen ist es, auf der minitastatur auf klein- und grosschreibung zu achten (vgl. kommentar von karlkoepfig in geheimtip grasweg), außerdem spielt mir die worterkennung ab und an einen streich. links sind derzeit auch noch etwas schwer zu setzen, aber daran arbeite ich noch.

übrigens der grund, weshalb ich andere leute nicht wegen ihrer rechtschreibung kritisieren ist, die furcht vor der blamage, dabei selber fehler zu machen.

liebe alten und zukünftigen kommentatoren, denken sie darüber mal nach.

das schöne am bloggen ist, gemäß meines verständnisses ja, dass man schreiben kann was man will unabhängig von den interessen und missionen anderer menschen.

auch der internetnutzer kann sich frei entscheiden, was er liest und was nicht. wenn jemandem hier etwas nicht passt, möchte ich sie mit einem freundliche “leben sie wohl und behalten sie ihre meinung” verabschieden. mein rat wäre zudem, einfach selbst ein blog zu schreiben.

ansonsten handelt es sich hier um ein sehr kleines, fast privates blog, das seit mehr als zwei jahren fast gar nicht genutzt wurde. die gründe hierfür waren vielfältig. vor allem hatte ich keine zeit und irgendwie auch keine lust. jetzt habe ich zwar nach wie vor wenig zeit aber ein smartphone und vor allem wieder lust.

dennoch weiß ich nicht, ob das ausreicht, wieder regelmäßig zu bloggen, oder ob hier in zwei wochen wieder völlige stille herrscht. wir werden sehen.

in diesem sinne: ich werde weiterhin versuchen, so überflüssig wie die “bekämpfung von karlköpfigkeit” zu bloggen.

bettbloggen

es hat lange gedauert aber endlich habe auch ich verstanden, wie man mit dem handy online geht.

neulich kam ich mir sehr 2.0, ach was sage ich 3.0 vor. da war ich auf dem weg zur kita des sohns, trug die tochter vor den bauch geschnallt und rief meine mails ab. eine davon beantwortete ich dann auch gleich, wenn ich nicht gerade mit meiner sperrigen handtasche kämpfte. das mag für fast alle internetaffinen menschen ein alter hut sein, aber ich kam mir sehr progressiv vor.

und nun liege ich im bett neben dem mann und der säuglingstochter und blogge. und wieder habe ich das gefühl von 3.0.

nun, ich könnte mich auch an den computer setzen und dort blogge, aber da hätte ich ein schlechtes gewissen, schließlich ist es nach mitternacht und morgen wird der sohn uns früh wecken. ich sollte längst schlafen. aber im bett liegend bloggen ist so gut wie schlafen.

außerdem ist das klassische analoge lesen von büchern oder zeitschriften im bett wegen der säuglingstochter gerade unmöglich, sie würde sofort aufwachen und nach milch schreien. lese oder schreibe ich auf dem handy passiert das nicht.

also, was ich sagen wollte: ich kann jetzt auch vom bett aus bloggen. vielleicht mache ich es dann auch wieder öfter…