Finnisch baden – Teil 2

Für den zweiten Tag in Helsinki hatte ich die Itäkeskuksen uimahalli ausgesucht. Praktischerweise lag diese nur zwei Stationen von unserem Hotel entfernt.

Auf der Suche nach bezahlbaren Schlafraum in Helsinki stieß ich auf Forenom. Die betreiben einige Hostels und Miniappartments Helsinki. So buchte ich für meine Mutter und mich zwei Zimmer in Herttoniemi. Mit der Ubahn erreicht man von dort innerhalb von 20 Minuten die Innenstadt. Die Distanzen sind in Helsinki sehr überschaubar, so dass ich empfehlen kann, ein Hotel etwas außerhalb zu buchen. Unsere Zimmer waren wirklich sehr klein und einigermaßen sauber.

Die Rezeption ist nur sporadisch besetzt, Buchung und Kommunikation laufen digital ab. Am Anreisetag erhielten wir per Mail die 6stelligen Codes, mit denen wir die Haustür und unsere Zimmer öffnen konnten. Dank der beiden Supermärkte in direkter Umgebung sowie Mikrowelle, Kühlschrank und Besteck im Zimmer kann man sich hervorragend selbst versorgen.

Samstag früh fuhren wir also zwei Stationen weiter stadtauswärts bis Itäkeskuksen. Nach einem kurzen Fußweg erreichten wir das Bad.

Ich hatte gelesen, dass die Halle in einen Felsen hineingebaut gebaut worden war, konnte mir aber nicht vorstellen, wie das aussehen sollte. Vor dem Bad sieht man einen größeren Felsen. In diesen geht man dann durch den Eingang hinein und läuft weiter abwärts.

Dann erreicht man das Schwimmbadkaffee und die Schwimmbadkasse.

Tatsächlich ist alles um einen herum aus weiß gekalktem Stein. Im Itäkeskuksen-Bad gibt es nur Sammelumkleiden. Ich war gleich begeistert von den Schließfächern mit Einteilungen. Viel praktischer als das was ich bis jetzt kannte.

Auch hier waren die Duschräume eher von spröden Charakter und mit vorgegebener Einheitstemperatur. Die Sauna war mit den bereits bekannten weißen Kacheln ausgekleidet.
Mit uns duschte eine Gruppe junger Mädchen, die offenbar zum Training da waren. Und in der Tat war ein Teil des großen Beckens für Vereinstraining abgesperrt.

Neben dem 50m-Becken gab es noch zwei große Kinderbecken und ein kaltes kleines Becken, sowie einige Rutschen. Auf der Karte habe ich einen weiteren kleinen Pool gesehen. Im großen Becken gibt es einen Bereich für Aquajogger – das dafür benötigte Material steht kostenlos neben dem Becken zur Verfügung – und diverse Schwimmbahnen. Ich nahm an, dass der Schwimmverein drei Bahnen in Anspruch nahm und stieg daher ganz außen ins Wasser. Etwas verwundert war ich über das relativ schlechte Niveau der Mitschwimmer. Aus Hamburg weiß ich, dass Samstag früh die Stunde der TriathletInnen ist, die zackig und effizient ihre Bahnen ziehen. Auf meiner Bahn waren nur Herren, die sich knapp über Wasser halten konnten.

Erst später stellte ich fest, dass es auch eine öffentliche schnelle Bahn gab. Allerdings war diese sehr eng und es schien, als würden die SchwimmerInnen aus jedem Zug einen Wettbewerb machen. Ich blieb bei meinen Herrn und da sich jeder an die Regel „rechts hoch, links runter“ hielt, konnte ich gegebenenfalls entspannt überholen. Auch in Hamburg schwimme ich eigentlich nie auf der schnellen Bahn. Ich finde dort nie meine Geschwindigkeit und meine Atmung ist viel zu hektisch, weil ich mich selbst so hetze. Während ich also auch in Helsinki gemächlich durchs Becken kraulte, beobachtete ich die Vereinsschwimmer. Es hatte etwas Meditatives dabei zuzusehen, wie die Mädchen und Jungs zügig, konzentriert und anscheinend ohne Anstrengung in allen Schwimmlagen durch das Wasser zogen. Nach eineinhalb Kilometern hatte ich genug. Keine besondere Leistung aber ich hatte Hunger und wollte mehr von Helsinki sehen. Der erste Tag war bereits so schön gewesen, dass ich es kaum erwarten konnte, wieder in die Stadt zu fahren.

Finnisch baden – Teil 1

Seit vielen Jahren möchte ich nach Finnland reisen. Ich kaufte Ende der 90er einen Sampler mit finnischer Tangomusik, den ich rauf und runter hörte. Ich fühlte mich verstanden und war mir sicher, dieses Land würde mir gut gefallen.

Als ich neulich mit meiner Mutter über finnischen Tango sprach, beschlossen wir, im Frühling zusammen nach Helsinki zu fahren. Leider fanden wir kein Festival, keinen Club und keine Hinweise zu Veranstaltungen und die beiden finnischen Bekannten, die ich fragte, konnten auch nicht helfen. Die Tango-Zeit ist wohl eher im Sommer, da wird der insbesondere auf dem Land gespielt.

Nun da der Flug gebucht war, tat ich was ich immer mache, wenn ich irgendwo hinreise, ich erkundige mich nach der Schwimm- und Badesituation. Dabei fielen mir vor allem zwei Schwimmbäder auf. Meine Mutter kann sehr schnell von derartigen Projekten überzeugt werden. Wir planten also für zwei Vormittag einen Badebesuch ein.

Wir starteten mit der Yrjönkadun uimahalli.

Das Schwimmbad liegt etwas versteckt in dem Hinterhaus in der Innenstadt von Helsinki. Trotzdem ist es nicht ganz leicht zu finden, insofern war ich froh, als ich das große Schild „Simhall“ sah und wusste, dass wir richtig waren. Im Bad zieht man direkt am Eingang die Schuhe und die Jacken aus.

Wir erhielten jeder einen Schlüssel für eine Kabine. Dort konnten wir uns ausziehen. Man kann sich auch am Beckenrand ausziehen und die Wertsachen in einem Locker einschließen aber ich glaube, diese Möglichkeit besteht nur für Dauerkartenbesitzer. Ich mochte meine kleine Kabine, die allerdings auch etwas von einer Gefängniszelle hatte.

Das Yrjönkadun-Bad ist aus zwei Gründen bemerkenswert. Zum einen ist es ein wunderschöner klassizistischer Bau. Als das Bad 1928 gebaut wurde, war es das erste – und lange Zeit einzige – öffentliche Schwimmbad in Finnland. Zum anderen kann man noch heute darin nackt baden. Aus diesem Grund gibt es für Frauen und Männer unterschiedliche Badetage.

Ich liebe es nackt zu baden. Als Kind reisten wir oft nach Korsika, wo wir dann mit Freunden meiner Eltern einen Nacktbadestrand bevölkerten. Ich hasste es am Strand nackt zu sein und lief immer mit einer Badehose über die Dünen. Nur wenn ich Schwimmen ging, zog ich die Badehose aus. Nackt im Wasser zu sein ist für mich seitdem das Schönste. Kein Sand in der Hose, kein Kleidung die kneift und das Gefühl einer großen Freiheit.

Noch heute suche ich nach einem Saunagang in den Claudius-Thermen den kleinen Pool im hinteren Teil des Geländes auf. Das Wasser ist frisch und klar und meist kann ich ganz für mich allein nackt tauchen und schwimmen.

Obwohl es erlaubt ist, auch in Badekleidung zu schwimmen, waren die meisten Frauen nackt. Interessant fand ich, dass eher Frauen bis 40 in Badekleidung schwammen. Die vielen älteren Frauen machten den Eindruck als wäre das Schwimmen ohne Kleidung die einzige sinnvolle Option. Überhaupt wurde wenig Aufhebens um irgendwas gemacht. Ich passte mich an und obwohl ich mit sehr vielen ausgezogenen Frauen gebadet habe, weiß ich trotzdem nicht, was in Finnland der aktuelle Trend beim Schamhaar ist.

Es gibt drei abgetrennte Bahnen. Auf der einen trainieren die Aquajogger – eine Sportart, deren Faszination sich mir noch nicht erschlossen hat. Die Gürtel und andere Geräte konnten kostenfrei ausgeliehen werden. Die mittlere Bahn war für die schnellen Schwimmer reserviert. Darauf schwamm ich einen Kilometer. Die meisten Frauen schwammen auch hier eher gemächlich aber es der Platz reichte zum Überholen aus. Außerdem hatte ich auch wenig Lust auf Tempo, sondern glitt lieber von Seite zu Seite. Auf der dritten Bahn wird langsam und gemächlich geschwommen und leise gequatscht.

Nach dem Schwimmen wuschen wir uns in den eher spartanischen Duschen. Dabei fielen mir die beiden Saunas (Sauni, Saunata?) auf, die neben den Duschen lagen. Diese wirkten wie Schulkantinen und waren nicht mit Holz, sondern weißen Fliese ausgekleidet. Ich verzichtete auf einen Saunagang, auch weil ich Sorge hatte, danach viel zu müde zu sein, um mit meiner Mutter Helsinki zu entdecken.

Ich machte ein letztes Selfie in meiner Kabine und freute mich auf meinen ersten Tag in Helsinki. Eine Stadt mit so einem so schönen Schwimmbad kann nur großartig sein.

Swim Challenge Cascais

Einmal im Jahr gehe ich für ein paar Tage Wellen reiten. Oder besser: ich nehme Unterricht, versuche mich auf dem Brett zu halten oder im besten Fall ein paar Sekunden darauf zu stehen. Bei der Terminwahl in diesem Jahr recherchierte ich in der Openwaterpedia, ob nicht zufällig zur gleichen Zeit auch ein Freiwasserschwimmwettbewerb in Portugal stattfindet. So stieß ich auf den Swim Challenge Cascais, nach eigenen Aussagen der größte Freiwasserschwimmwettbewerb in Portugal.

Angeboten wurden die Strecken 1.9km (offen), 3.8km (offen) und eine Meile (nur für bestimmte Schwimmer). Zudem gab es noch zwei Kinderwettbewerbe (200m und 400m). Ich modifizierte meine geplanten Reisetermine ein wenig – der Mann überredete mich, lieber die Termine zu verschieben, als bis zum nächsten Jahr zu warten – und meldete mich für die 1.9km für eine Startgebühr von 15€ an.

Da ich mich im Juli schon angemeldet hatte, nutzte ich den Urlaub im August am Mittelmeer, um zu trainieren. Morgens gegen 8 Uhr stieg ich ins klare und spiegelglatte Mittelmeer. Ich hatte mir zuvor Trainingsflossen gekauft. Hauptgrund war meine Angst vor dem offenen Meer gewesen. Mit Flossen – so meine Überlegung – würde ich viel schneller vor möglichen Quallen oder Raubfischen flüchten können. Dass ich auf giftige Quallen und Raubfische stoßen würde war genauso unrealistisch, wie der Glaube daran, mit den Flossen schneller als ein Hai zu sein. Aber als psychologischer Trick funktionierte es. Ich ging ins Wasser, schwamm 30-40 Meter raus aufs Meer und dann ca. 400 m an der Küste entlang und zurück. Je nach Laune schwamm ich das Stück ein zweites Mal, dann oft ohne Flossen. Ich konnte immer gut auf den 3-10 Meter tiefen Grund sehen. Nach einigen Bädern wusste ich, wo ich die roten kleinen Fische treffen würde, wo die Verankerungen diverser Bojen lagen, ich fand eine Gartentür aus Metall, die auf dem Grund des Bodens lag und wusste, an welchen Stellen das Seegras besonders gut wächst.

Als ich nach dem Urlaub wieder in der Alsterschwimmhalle trainierte, bemerkte ich, wie stark sich mein Beinschlag durch die Trainingsflossen verbessert hatte. Das Schwimmen fiel mir plötzlich deutlich leichter, jetzt wo meine Beine mehr Kraftarbeit übernahmen. Ich trainierte jetzt gezielt, 2km am Stück zu schwimmen. Ich brauchte dafür 51-54 Minuten. Ich wusste, dass dies nur eine mittelmäßige Zeit war aber ich wusste auch, dass ich es gut schaffen und problemlos ankommen würde.

In Portugal fielen kurzfristig meine beiden Surfstunden am ersten Tag aus. Ich nutzte die Gelegenheit und fuhr nach Cascais. Die Registrierung würde morgens von 7 bis 9 45 stattfinden, da wollte ich ungefährt wissen, wie lange ich mit dem Auto von Baleal brauchen würde. Die Strandpromenade von Cascais und Estoril erinnerte mich an die Côte d’Azur. Viele teure Hotel, viele schöne Menschen, viele Bars, Cafés und Restaurants.
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Am Praia da Duquesa war aber nichts vom Swim Challenge zu sehen, keine Plakate, keine Fahnen (jedes Surfschule, jedes Café hatte eine Werbefahne aufgestellt), keine Absperrungen. Ich suchte das Veranstaltungsbüro, einfach nur um sicher zu gehen, dass es die Veranstaltung auch geben würde. Als ich das Büro fand, schrieb ich dem Mann, dass jemand von meinen 15€ wenigstens eine Fahne gekauft hatte und ich die Hoffnung noch nicht aufgeben würde.

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Als nächstes wollte ich das Wasser testen, um zu entscheiden, ob ich mit Badeanzug oder Swimshorty schwimmen würde. Warum gibt es an großen Stadt-Stränden keine Spinde, die man mieten kann, um seine Wertsachen abzulegen? Wenn ich alleine reise, kann ich nie lange und konzentriert im Meer schwimmen gehen, da meine ganzen Sachen unbeaufsichtigt am Strand liegen. In Cascais fand ich ein wunderbares Becken.

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Es war eine kleine Bucht, die durch eine Wand (unterhalb der Wasseroberfläche) vom Meer getrennt war. Auf der Wand waren schmale Stangen eingelassen, die optisch die Grenze markierten. Über diese Wand schwappte das Meer, trotzdem fühlte man sich im Becken kuschelig-geschützt. Außerdem konnte ich meine Sachen auf eine der Treppen stellen, wo sie sicher vor dem Wasser waren. Vom Meer aus konnte ich jederzeit nachschauen, ob mein Rucksack noch da war. Das Wasser war sehr kalt. Nachher googelt ich und stellte fest, dass die Temperatur bei 18 Grad lag. Ich entschied mich, am nächsten Tag den Shorty zu tragen. Obwohl der Pool geschützt war, merkte ich die Wellenkraft des Atlantiks. Ich musste an Lynne Cox denken, die in ihrem „Open Water Swimming Manual“ schrieb:

„You are immediately lifted by the water, bounced by the waves, and massaged by the movement of your body through the water.“

Die Sicht unter Wasser war auch nicht vergleichbar mit dem sizilianischen Mittelmeer, ich konnte maximal einen Meter weit sehen. Ab und zu sah ich kleine Fische und kleine Plastikteile an mir vorbei schwimmen. Ich begann mich, auf den nächsten Tag zu freuen aber bekam auch Angst, ob ich die Strecke im kalten, salzigen Meer wirklich schaffen würde.

Am nächsten Morgen fuhr ich durch eine wunderschöne Nebellandschaft nach Cascais. Die Registrierung lief schnell und unkompliziert.
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Überhaupt war die gesamte Veranstaltung sehr gut organisiert, die freiwilligen Helfer waren alle ausgesprochen nett und es gab immer jemanden der im Notfall auf englisch aushelfen konnte. Mittlerweile sah ich auch die Bojen. Anders als in Hamburg gab es wirklich nur drei einzelne große Bojen und dann ein Zweierpaar durch das man zum Ziel schwamm.

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Um 8 30 hatte bereits der 3.8km Wettbewerb begonnen, bzw. er begann verspätet gegen 9 Uhr und war für mich beruhigend. Menschen, die ins Wasser gingen und wieder rauskamen, alles lief nach Plan. Ich besorgte mir ein leichtes Frühstück ging zum Strand, wurde mit meiner Nummer beschriftet und zog mich um.

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Meine Sachen konnte ich abgeben aber ich hatte noch einen Zettel in der Hand. Damit würde ich nach der Einweisung meinen Chip erhalten. Mit dem Zettel in der Hand ging ich ins Wasser. Ich wollte mich an die Kälte gewöhnen und wäre gern ein paar Züge geschwommen. Das ging aber wegen des Papiers nicht. So tauchte ich hockend ein, während ich den Zettel aus dem Wasser hielt. Andere Schwimmer wärmten sich mit schnellen Kraulzügen und ausgedehnten Runden auf. Die meisten waren in Begleitung, entweder ihrer Familien oder ihrer Trainingsgruppe. Ich wurde immer eingeschüchterter. Mit 174 Schwimmern, war alles viel größer aber die Vielfalt meines ersten Wettbewerbs gab es hier nicht. Die meisten Schwimmer trugen Ganzkörperneoprenanzüge, wirkten sehr trainiert und professionell. Wahrscheinlich würden sie nach dem Wettbewerb quer durchs Land nach Hause radeln oder laufen. Der Frauenanteil lag bei weniger als einem Viertel. Es gab ein paar dickere Frauen aber wir gehörten zur Minderheit. Ich wollte nicht die dicke Frau sein, die als Letzte in Ziel kommt. Der Wettbewerb sollte um 10 30 starten. Das Briefing begann kurz vor 11.

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Uns wurde gezeigt, dass wir zwei Runden (bzw. Rechtecke) um die Bojen drehen sollten. Nach der ersten Runde sollten wir ein kurzes Stück über den Strand laufen und dann wieder für die zweite Runde ins Wasser eintauchen. Die Unterweisung war auf Portugiesisch, das ich etwas verstehen kann, wenn ich mich konzentriere. Am Ende wurde gefragt, ob jemand eine englische Übersetzung braucht. Ich überlegte noch, als alle losgingen, um ihre Chips zu holen und ins Starterfeld zu gehen. Eine Portugiesin in Badeanzug fragte mich auf perfektem Englisch, ob ich noch Hilfe bräuchte. Ich fragte nach ein paar Dingen, bei denen ich mir nicht sicher war, ob ich sie richtig verstanden hatte. Sie war die einzige Mitbewerberin, mit der ich sprach. Ich stand irgendwo in der Mitte als es los ging und wir alle zum Meer liefen.

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Das Meer fühlte sich schön an und ich freute mich. Ich fühlte mich fit und ausgeschlafen und wollte losschwimmen. Obwohl der Platz viel größer war als in der Dove-Elbe ging es in Cascais deutlich aggressiver zu. Ständig hatte ich Beine und Arme auf meinem Körper. Ich war froh, dass mich niemand unter Wasser drückte, sondern nur schwimmend anrempelte. Ich ließ mich nach hinten fallen und versuchte, an den Rand des Schwimmfeldes zu gelangen. Offensichtlich war ich hier eine der wenigen, denen es um den Spaß am Schwimmen im offenen Meer ging.

Hinter der ersten Boje hatten sich die ambitionierten Kämpfer abgesetzt und ich fand eine Rinne in der ich versuchte, meinen Rhythmus zu finden. Die Orientierung klappte schon deutlich besser als beim ersten Mal. Ich atme am liebsten nach rechts, hatte aber in den letzten Monaten trainiert, auch nach links zu atmen und beim Kraulen zwischendurch nach vorn zu schauen, um die Orientierung zu behalten. All das half mir zwar aber dennoch wechselte ich öfter ins Brustschwimmen. Ich fühle mich in der Brustlage einfach am sichersten. Aber immerhin wechselte ich dieses Mal seltener und schwamm lange Strecken in der Kraullage. Ich brauche einfach noch mehr Selbstbewusstsein, ein bewussteres Atmen und die Sicherheit auch wirklich geradeaus schwimmen zu können. Ferner stellte ich fest, dass man sich keinesfalls an anderen Schwimmern orientieren durfte, den meisten fehlte selbst die Orientierung. Einige wurden von den Helfern in Kanus und auf Paddelsurfbrettern wieder in die Schranken gewiesen.

Am längsten und anstrengensten war der Weg von Boje eins zu Boje zwei, der Weg zum Strand war kurzweilig. Den Weg durch die beiden Zielbojen konnte man nicht verfehlen. Ich kam gut aus dem Wasser, lief über den Strand, überholte sogar eine Schwimmerin und brach dann im Wasser fast zusammen. Das Laufen hatte mich völlig rausgebracht. Hatte ich mich im Wasser noch gut gefühlt, hoffte ich nun, es überhaupt bis zur nächsten Boje zu schaffen. Meine Ehrfurcht vor Triathleten wuchs ins unermessliche. Mit ruhigen Brustzügen schaffte ich es zur Boje und zurück in ein schönes und entspanntes schwimmen. Der Weg zu Boje zwei war nicht nur der längste, sondern auch der welligste. Je weiter ich aus der Bucht schwamm, desto stärker merkte ich, dass ich wirklich in einem Ozean war. Die Wellen schaukelten mich und mir gefiel das sehr. An mir schwamm ein großer Fisch vorbei und ich bekam Hunger und dachte daran, dass ich so einen Fisch gern mit Kartoffeln und Sauce essen würde. Nach der zweiten Boje merkte ich, dass ich mich noch sehr fit fühlte. Ich überholte ein paar Schwimmer und zählte die Züge. Nach der Ziel-Doppelboje dauerte es doch noch ganz schön lange bis zum Strand. Angekommen ging ich langsam zum Ziel. Die Helferinnen am Ziel feuerten mich an und meinten ich solle mal hin machen. Außerdem sollte ich für das Foto lächeln. Noch sind die Bilder nicht online, aber ich weiß auch nicht, ob ich das sehen will. Ich bekam eine Flasche Wasser und eine Medaille. Als ich mich bückte, um den Chip, vom Fuß abzumachen, fiel ich fast hin. Routiniert – ich war offenbar nicht die erste – hielt mich eine Frau aus der Crew fest und nahm gleichzeitig den Chip ab.

Ich duschte mich ab, holte meinen Rucksack, setze mich auf eine Liege und machte Sieger-Fotos mit Selbstauslöser.

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Angezogen wartete ich auf die Ergebnisse, die an die Tür des Wettkampfbüros gepinnt wurden. Mit einer Zeit von 52:34 Minuten wurde ich 147. von 174 Schwimmern beziehungsweise 34. von 42 Frauen. Ich wäre gern unter 50 Minuten geschwommen aber ich freute mich, dass ich es geschafft hatte.

Ich aß zu Mittag und fuhr zurück in mein kleines beschauliches Baleal voller Vorfreude auf meine Surfstunden am Abend.

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Freiwasserschwimmen

Anfang des Jahres beschloss ich, dass ich ein Ziel bräuchte. Und so meldete ich mich für einen Freiwasserschwimm-Wettbewerb an. Vor fast drei Jahren habe ich wieder mit dem Schwimmen begonnen. Meine Schwimmerkarriere als Kind war wegen ständiger Bronchitis leider nur sehr kurz. So nutzte ich den Schulsport und später das Unisportangebot. Ich war nie besonders schnell oder besonders gut aber immer gern im Wasser.

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Zunächst fing ich an, einmal wöchentlich an meinem freien Tag morgens schwimmen zu gehen.

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Die Alsterschwimmhalle wurde so zu meinem Lieblingsschwimmbad. Die 50m-Bahnen sind klar eingeteilt: „Öffentlichkeit“, „Öffentlichkeit schnell“ und „Öffentlichkeit Rücken“. Je nach Tageszeit gibt es noch „Schulschwimmen“ und „Kurs“. Die Wassergymnastik-Kurse am Vormittag sind voller älterer, sehr agiler Damen. Ich finde, dass ist das Beste was man im Rentenalter mit seiner freien Zeit machen kann: mit den Freundinnen zu schwimmen und im Wasser zu turnen. Das Schulschwimmen wirkt eher wie aus der Zeit gefallen. Mit Klemmbrettern bewaffnet stehen die SchwimmlehrerInnen am Rand und geben Anweisungen. Die Kinder wirken gelangweilt und unwillig. Immerhin müssen sie in Hamburg nicht wie in Berlin Trockenübungen auf dem kalten und usseligen Fliesenboden machen. Trotzdem möchte ich am liebsten heimlich auf der Bahn der Schulkinder auftauchen und ihnen versichern, dass schwimmen Spaß machen kann.

Anfangs schwamm ich einen Kilometer, dabei wechselte ich zwischen 50m zügigem Brustschwimmen und 50m schnellem Kraulen. Beim Kraulen versuchte ich, so wenig wie möglich zu atmen. Ohne die Rotation im
Oberkörper, die für das seitliche Atmen nötig ist, merkte ich ganz besonders gut, wie das Wasser an mir entlangfloss. Ich fühlte mich dann immer so, als wäre ich Teil des Wassers. Eine Illusion die sofort platzte, wenn ich japsend und keuchend nach Luft schnappte. An diesem Punkt wurde mir immer wieder bewusst, dass ich wohl doch nicht dauerhaft ins Wasser gehöre.

Langsam begann ich, die Distanz auf 1.500m oder 2.000m und die Kraulintervalle zu steigern. Letztes Jahr zum Geburtstag bekam ich einen Schwimmkurs geschenkt. Bei der Beratung ließ ich mir „Technik Kraul Anfänger“ aufschwatzen. Dienstags um 21:30 schwamm ich nun mit 11 anderen Teilnehmern und am Beckenkopf wurde die Tafel „Kurs“ aufgestellt. Unser Trainer Johannes hätte mein Kind sein können. Das Geschlechterverhältnis der Teilnehmer war ausgeglichen. Interessant war allerdings, dass einige Männer zwar nichtmal richtig unter Wasser ausatmen konnten, aber bereits für den Sommer einen Triathlon planten. Zunächst ärgerte ich mich, dass ich nicht den nächst höheren Kurs gewählt hatte. Ich kam mir vor wie ein Rennpferd unter Ackergäulen aber Dank des Trainers stellte ich bald fest, dass ich durchaus an vielen Stellen Optimierungspotential hatte. So war ich sehr zufrieden mit meiner geraden Wasserlage, bis ich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass mein Po aus dem Wasser ragt. Ich war wohl doch kein Torpedo, sondern eher ein schnell treibender Eisberg. Außerdem hat es durchaus sein Gutes, noch einmal die Technik von Anfang an zu lernen. Nicht nur mein Hintern auch meine Beine hatten keine optimale Haltung. Nach 8 Stunden hatte ich den Eindruck, sehr viel gelernt zu haben und schneller zu schwimmen. Jeder im Kurs konnte am Ende 25m am Stück sehr ordentlich kraulen. Sollte jemand wirklich Kraultechnik lernen wollen, kann ich das Kursangebot vom Bäderland Hamburg wirklich empfehlen.

Parallel hatte ich mich für das 6.
Hamburger Freiwasserschwimmen Jedermann 1km angemeldet. Als Austragungsort war die Dove-Elbe ausgewählt worden, die eigentlich als Regatta-Strecke für Ruderer und Kanuten dient. Ich hatte keine Ahnung worauf ich mich eingelassen habe. Ich habe nie wirklich in freien Gewässern trainiert und wenn dann im
Meer und nicht in einem See. Zunächst einmal stellte sich die Frage nach der Kleidung. Im Rahmen einer digitalen Umfrage wurde mir empfohlen, einen Swimshorty aus Neopren zu tragen. Es gibt bei den Freiwasserschwimmern wohl Diskussionen um Neopren oder Badeanzug. Soweit ich das mitbekommen habe, gehen Freiwasserschwimmer der reinen Lehre nur mit Badeanzug oder Badehose ins Wasser. Bei einem Jedermann-Wettbewerb kann man aber wohl machen was man will.

Also beschloss ich mir einen Shorty zu kaufen. Ab Größe 44/46 gehen die meisten Sportbekleidungshersteller wohl davon aus, dass man keinen Sport treibt. Gut sitzende Badeanzüge bekomme ich gerade noch. Aber Neopren-Anzüge für Frauen werden maximal bis Größe 44 angeboten. Weil ich online nichts passendes fand, suchte ich einen Fachhandel auf. Bei Trionik suchte ich mir gleich einen Verkäufer und schilderte klar mein Problem. Er schaute mich freundlich an und sagte, er hätte da was passendes in Größe 44. Wenn der Shorty nicht passt, könnte ich sicher bei den Männeranzügen was finden. Ich glaube zwar nicht an Produkte für Männer und Frauen trotzdem sagte ich: „Aber ich möchte doch einen pinken Anzug mit Swarovski-Steinen!“ Der Verkäufer war sehr zuvorkommend und meinte: „Im Zweifel klebe ich Dir welche drauf.“ Der runtergesetzte Anzug von Camaro aus der Vorsaison (warum auch immer für schwarze Anzüge aus Neopren eine Saison sinnvoll sein soll) in Größe 44 für 80€ passte. Sehr zufrieden verließ ich das Geschäft.

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Ab Mai trainierte ich nun regelmäßig zwei Mal wöchentlich. An meinem freien Vormittag schwamm ich nicht mehr in der Alsterschwimmhalle, sondern im Kaifufreibad. Das Kaifubad in Eimsbüttel ist wunderschön. Neben Sauna, Solebad, einem Innenbecken und einem beheizten Außenbecken (25m) gibt es von Mai bis September noch ein Freibad mit Sprungbecken und einem großen ungeheiztem 50m-Becken. Die Wasser-Temperatur lag im Mai und Juni bei 19-22 Grad. Für jemanden, der wie ich, bei ca. 45 Grad duscht, ist es eigentlich vollkommen undenkbar in dieses Wasser zu steigen. Mit dem Shorty ging es aber. Trotzdem kribbelte die Kälte am ganzen Körper und wenn das Wasser beim einatmen seitlich in die Ohren floss, fragte ich mich, warum ich mir das antue. Gleichzeitig war es wunderschön. Meist waren mit mir nur 3-5 andere Leute in dem riesigen Becken. Mehr oder weniger allein im Freien zu schwimmen finde ich grandios, egal ob die Sonne scheint oder Regentropfen auf das Wasser prasseln. Meine bislang schnellste Zeit (49 Sekunden für 50m) schwamm ich ebenfalls in diesem Becken.

Nach einigen Wochen und leichter Erhöhung der Wassertemperatur auf 21 Grad zog ich erstmals im Badeanzug meine Außenbahnen. Ich fühle mich im Badeanzug wohler als im Neoprenanzug. Am liebsten würde ich ja nackt schwimmen, aber das ist eine andere Geschichte. Die Kälte prickelte nur ein bisschen mehr ohne Shorty, wenn man sich dran gewöhnt hat und keine Pausen macht. Nun schaffte ich auch die 1.000m durchgängig in Kraullage zu schwimmen, ohne zwischendurch Brust zu schwimmen. Allerdings machte ich den Fehler, zu wenig zu atmen, so dass ich am Ende häufig Kopfschmerzen durch den Sauerstoffmangel hatte. Mit meinen Zeiten war ich einigermaßen zufrieden. Als ich mit dem schwimmen anfing, brauchte ich für 1.000m zwischen 28 und 30 Minuten, jetzt waren es zwischen 23 und 26 Minuten. Mein Ziel für den Kilometer im See war es, unter 25 Minuten zu bleiben, mein Traum wäre eine Zeit um die 20 Minuten.

Per Mail erhielt ich die Information, dass man an zwei Tagen – in jeweils einem Zeitfenster von drei Stunden – in der Dove-Elbe trainieren kann. Also fuhr ich einmal quer durch Hamburg, um den See (die Dove-Elbe ist ein ruhiger seeartiger Nebenarm der Elbe) kennenzulernen. Ich wusste nicht wie er riecht, ob und wie weit man darin sehen würde, wie kalt das Wasser sein würde und ob ich mich darin wohl fühlen würde.

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Ich war vorbereitet, hatte nur das Wesentliche mit und musste mich nur noch ausziehen aber nicht mehr den Badeanzug anziehen. Mein Jedermann-Wettbewerb fand im Rahmen der deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmern statt. Als ich ankam, sah ich einen Steg auf dem sich einige junge Schwimmer tummelten. Sie sprangen ins Wasser als wären 20 Grad für sie eine Badewanne und schwammen in atemberaubender Geschwindigkeit. Außerdem verstanden sie offenbar das System aus kleinen und großen Bojen. Für mich sahen das Wasser und die Bojen aus wie ein Schaltbrett. Verschüchtert drehte ich mich um und fuhr in mein Hallenbad.

Mein Erlebnis an der Dove-Elbe verringerte nicht meine Aufregung für den Wettkampf. Am Samstag – dem Wettkampftag – war ich zu nichts zu gebrauchen. Ich hatte Mann und Kinder gebeten mitzukommen aber ich wusste nicht, ob es ein Rahmenprogramm gibt und das Wetter war hanseatisch-durchwachsen. Die Außentemperatur lag so bei 19/20 Grad, es gab immer wieder Schauer, die Möglichkeit eines Gewitters und der Boden war durch den Regen der letzten Wochen aufgeweicht und schlammig.

Wir kamen relativ pünktlich an und hatten wenigstens keine Parkplatzprobleme. Außer den Schwimmern und ihren Familien und Freuden gab es kaum Zuschauer. Die Akkreditierung war kompliziert. Meine Startunterlagen – und auch die von drei anderen Mitschwimmern – waren schon anderen Leuten gegeben worden. Nach drei Durchsagen und 30 Minuten erhielt ich eine neue Starternummer. So bin ich gleich zwei Mal geschwommen und meine Doppelgängerin war sogar etwas schneller als ich. Während ich auf meine Startnummer wartete, versuchte ich mich zwischen Badeanzug und Shorty zu entscheiden. Die Entscheidung fiel von selbst, nachdem ich im Badeanzug vollgestempelt wurde und man mir sagte, ich solle mich jetzt nicht mehr umziehen. Jeweils zwei Mal auf jeder Seite (Arm und Schulter) sowie auf meiner Badekappe prangte nun meine vierstellige Nummer in handflächengroßen Ziffern.

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Ein sehr euphorischer freiwillige Helfer erklärte mir und einer anderen Frau, dass man die Farbe am besten mit Babytüchern entfernen kann. Ich kann das bestätigen. Mit Wasser und Seife kann man sich die ganze Haut abreiben und die Nummer ist noch drauf, mit einem Feuchttuch ist alles sofort weg. Keine Ahnung was das für Rückschlüsse auf Feuchttücher zulässt.

Nach der Beschriftung sollten wir uns im Starterzelt einfinden. Dort dürfen nur die Schwimmer des jeweiligen Wettkampfes rein. Am Eingang wird kontrolliert. Dort kann man auch seine Sachen ablegen und sich ausziehen. Es war angenehm warm und trocken im Zelt. Auffällig fand ich, wie viele Frauen dabei waren (bei den Ergebnissen sah ich, dass der Frauenanteil bei über 50% lag). Außerdem war jedes Alter vertreten. Die älteste Schwimmerin war 87 Jahre alt und wurde von Ihren Enkeln begleitet. Auch figürlich war die Vielfalt groß. Von gestählten Körpern über Bierbäuche, von schmalen Frauen bis üppigen Presswürsten wie mich. Die Stimmung war sehr entspannt und enorm freundlich. Insbesondere unter den Frauen fiel mir das auf, so als wollten wir uns sagen: „Ich nehme Rücksicht auf dich, es geht mir ums Ankommen in meiner persönlichen Bestzeit und nicht ums gewinnen.“ Während des gesamten Wettbewerbs waren tatsächlich alle Beteiligten enorm rücksichtsvoll. Überholt wurde meistens links mit Abstand. Wer langsam war, machte Platz und es gab ganze Gruppen und Familien, die aufeinander warteten und wirklich gemeinsam schwammen. Auch der euphorische Helfer hatte uns geraten: nach dem Startschuss erst ein paar Mal ein- und auszuatmen und dann loszuschwimmen. So kann man den ambitionierten Schwimmern den Vorrang lassen.

Dann wurden wir einzeln aufgerufen und mussten mit unserem Transponder einchecken. Die knapp 100 Schwimmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und starteten zeitversetzt. Ich war in der ersten Gruppe. Mit 50 anderen Leuten stand ich auf dem Steg und überlegte, wann es sinnvoll ist, ins Wasser zu steigen.

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Ich war eine der ersten und sehr froh, dass das Wasser sich schön weich anfühlte und lecker nach feuchtem Wald roch. Zum Start waren alle im Wasser.

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Ich atmete ein und aus und schwamm los. Im gelb-braunen Wasser hatte ich eine Sicht von maximal 1m. Das Schaltbrett der Bojen war uns zwar erklärt worden aber aus der Wasserperspektive war mir alles wieder fremd. Immer wieder musste ich Brust schwimmen, um mich zu orientieren. Selbst beim geradeaus kraulen stieß ich ständig gegen die Bojen oder hatte Angst am falschen Ende des Sees anzukommen. Die zweite Runde des Parcours lief etwas besser, aber ich fand einfach nicht in meinen Rhythmus. Als ich an der Tafel im Wasser anschlug freute ich mich, war aber auch etwas enttäuscht von mir.

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Auf dem Steg angekommen, stürzte ein Kind auf mich und gab mir eine Medaille. Einen Becher süßen, heißen Tee gab es auch. Das perfekte Getränk in dieser Situation.

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Meine Zeit konnte ich nirgendwo direkt ablesen aber ich wollte sie auch erstmal nicht wissen. Der Mann und die Kinder wirkten sehr beeindruckt und umarmten mich. Allein dafür hatte es sich gelohnt. Ich ging im Landesleistungszentrum Rudern und Kanusport duschen und vergaß dort meinen Badeanzug.

Einige Tage später fand der Mann zwar nicht den Badeanzug aber dafür eine Liste mit den Zeiten. Ich war 23:41 Minuten geschwommen und als 67. von 97. Schwimmern ins Ziel gekommen. Für den nächsten Freiwasserwettbewerb habe ich mich bereits angemeldet.

Hinweis: In dem Text nenne ich diverse Produkte und Geschäfte. Kein Produkt oder Geschäft habe ich aus Werbezwecken geschenkt bekommen oder aufgesucht.