Happy Birthday #609060

Am 10.8.12 schrieb ich diesen Text. Daraus entwickelte sich zu meiner völligen Überraschung das Mem #609060 inklusive einer spannenden und konstruktiv geführten Diskussion.

Mittlerweile sind auf Instagram 9956 (Stand 15.8.13, 22:30) Bilder damit gehashtagt und bisher haben – gemäß meiner Zählung – 287 Personen mitgemacht. Nicht alle machen jeden Tag ein Bild, aber zwei Drittel fotografieren sich regelmäßig und versehen diese Bilder dann mit #609060.

Und was macht das mit Dir?

Ich freue mich. Nach wie vor. Ich habe noch nie ein Frauen- oder Modemagazin gesehen, in dem die Vielfalt an Kleidung, Typen und Stilen so groß war. Ich habe jedes Bild des Hashtags gesehen und es wird nicht langweilig.

Bei Promibildern oder Fotostrecken hatte ich ganz oft das Gefühl von Plattheit und Belanglosigkeit. Im Grunde sieht man immer das Gleiche nur mit leichten Variationen.

Meine regelmäßige Bilderschau ist wesentlich spannender, lustiger, fröhlicher, interessanter und hinterlässt kein schales Gefühl. Im Gegenteil, ich bin immer wieder überrascht, was für großartige Kleidungs-Kombinationen, Posen, Inszenierungen und Bildunterschriften kreiiert werden.

Die beiden letzteren Punkte werden wohl deshalb gern genutzt, weil die meisten Kleiderschränke nicht mehr Material als für 20-30 unterschiedliche Outfits hergeben. Andererseits bin ich bei vielen auch verwundert, über was für eine riesige Oberbekleidungsauswahl sie verfügen.

Außerdem empfinde ich #609060 als eine wunderbare Ästhetikschule. Denn ich habe für mich festgestellt, dass ich eben nicht auf Norm, Symmetrie und Kindchenschema (oder bei Männern auf ein Buzz-Lightyear-Kinn) abfahre. Ich stelle für mich immer mehr fest, dass ich Menschen schön finde, die besondere Merkmale – sei es körperlicher/natürlicher Art oder bewusst durch Inszenierung der Kleidung – haben.

Wenn ich auf Symmetrie und glatte Schönheit stünde, würde ich mit einer Schaufensterpuppe zusammenleben. Statt dessen habe ich – auch die nach wie vor kopflosen, wie ich z.B. auch – Personen in meinem #609060-Stream sehr lieb gewonnen und freue mich sehr, auf diese Art unaufdringlich und mit einer angenehmen Distanz, Einblick in Ihre Ästhetik zu bekommen.

Und Du so persönlich?

Ich wiege mich nicht mehr. Das ändert aber nichts daran, dass ich mir nach wie vor eine gewisses Maß an Esstörung bzw. Wahrnehmungsstörung attestiere.

Beim Anblick meiner #609060-Fotos bin ich immernoch überrascht, dass ich gar nicht so dick bin ich wie denke, dass ich bin. Mein Körperbild war offensichtlich zu oft auf der Kirmes und hat dort stets die “Wunderwelt der Zerrspiegel” besucht.

Dafür habe ich festgestellt, dass ich nach wie vor eine Brücke machen kann. Da ich nur ein gewisses Maß an Kleidung zur Verfügung habe, versuche ich diese Langeweile mit Posen zu kaschieren. Der Doppelspiegel in unserem schönen Hausflur hilft glücklicherweise sehr. Allerdings verwackeln oft auch Bilder, weil plötzlich Nachbarn oder Handwerker kommen und ich dann schnell so tue, als hätte ich gerade nur mein Krönchen gerichtet.

Außerdem macht es mir Spaß und ich mag diese Likes am morgen. Ohne #609060 bekäme ich nicht ansatzweise so viele Komplimente. Ich selbst habe auch festgestellt, dass ich wildfremden Menschen über die digitale Distanz wunderbar Komplimente machen kann aber nur sporadisch meine Kollegen sage, dass ich die Schuhe, die neue Jacke oder das Hemd mag.

Und wer macht da nun mit?

Der #609060-Stream

Frau Mutti hat einen filmischen Jahresrückblick ihrer #609060-Fotos erstellt.

Die Kaltmamsell ist von Anfang an dabei und veröffentlich in ihrem Blog regelmäßig ihre #609060-Bilder.

Folgende Instagram-Accounts, in denen tolle #609060-Bilder zu finden sind, fielen mir spontan ein (die Liste ist nicht vollständig, nicht repräsentativ, nicht durchdacht und subjektiv):

@ellebil
@ninialagrande
@michaela_w
@freuleinsarah
@skizzenblog
@lajulitschka
@z_engl
@stoewhase
@skyesbride
@antjeschrupp
@kittykoma
@wortschnittchen
@lowpurpur
@aalpizza
@fraubruellen
@misstreecreek
@dasnuf
@frauvoneulenstein
@katha_strophal
@prozac74
@wagnerwahn

Hast Du Lieblingsbilder der letzten 12 Monate von Dir?

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Make (self-)love not diet oder #waagnis ist ein Anfang

Heute Morgen las ich Maikes Text, in dem sie Lebe wohl zu ihrer Waage sagt. So richtig mitbekommen hatte ich die Aktion #waagnis noch nicht, das ändert nichts daran, dass ich die Idee ganz hinreißend finde.

Im Zuge der #609060-Geschichte habe ich aufgehört mich zu wiegen. Eigentlich wollte ich zum einjährigen Jubliläum des Mems darüber schreiben, aber ich setze da jetzt mal andere Prioritäten.

Zum einen dachte ich damals, ich kann nicht immer nur davon berichten, dass ich mit diesem Körperwahn brechen möchte, mich dann aber jeden Morgen auf die Waage stellen.

Außerdem sind morgens meist die Kinder mit mir im Bad. Was für ein Bild vermittle ich vor allem meiner Tochter, wenn ich mich jeden Tag auf eine Waage stelle und dann je nach Gewichtsanzeige gut gelaunt oder – wahrscheinlicher – völlig niedergeschlagen wieder runtersteige? Ganz sicher nicht das einer in sich ruhenden, zufriedenen und selbstbewussten Frau.

Dazu kam, dass mich der Mann irgendwann einmal fragte, ob ich mir bewusst wäre, wir irre es ist, mir von einer Zahl auf einer Waage sagen zu lassen, was für ein Körpergefühl ich zu haben habe.

Also wiege ich mich seit September 2012 nicht mehr. Die Waage habe ich allerdings nicht weggeworfen. Wie ein paar meiner alten Klamotten in Größe 38 hebe ich sie auf. Sie steht da, für den Moment in dem ich das Gefühl habe, dass ich deutlich abgenommen habe und dann möchte ich mich drauf stellen und meine Wunderzahl sehen.

Im Laufe der Zeit ist mir immer bewusster geworden, dass dies nicht passieren wird. Jedenfalls nicht in den nächsten Jahren und nicht ohne dass ich meine Sport- und Essgewohnheiten massiv ändere.

Und während ich in Zeitschriften, im Fernsehen, in Büchern, in Blogs und auf Werbetafeln lese, wie einfach es ist, seine Gewohnheiten zu ändern, drei wöchentliche Trainingseinheiten in ein Familien- und Arbeitsleben einzubauen, dass es alles nur Organisation und Dispziplin kostet und ich nach einer etwas schwierigen (DURCHHALTEN!) Anfangszeit total entspannt und glücklich und gesund sein werde.

Dann endlich werde ich ein ordentliches Gewicht haben und bin mit meinem Fett keine unansehnliche und potentiell kranke Bürgerin mehr, sondern eine anständige und vorbildliche Frau.

Und so lebe ich in diesem Zwiespalt, einerseits weder die Lust noch den wirklichen Willen zu haben, mir, meinem Körper und meiner Umgebung eine Abnehm-, Sport und Lifestyleänderung anzutun und andererseits meinen Körper zu akzeptieren, wie er ist.

Denn selbst ohne Waage oder ohne das Wiegen, gibt es noch genug Kontrollpunkte, die ich mehrmals täglich passieren muss. Morgens habe ich Panik, dass die Hose kneift oder der Rock nicht gut über die Hüften geht. Ich sitze beim Elternabend und stelle fest, dass ich die voluminöseste Mutter bin. Ich schaue mich im Schaufenster an und sehe meine kräftigen Oberarme. Ich schäme mich vor anderen schlanken Müttern meine Kleidung zu wechseln und neidvoll blicke ich jede Frau an, die schlanker ist als ich (in Hamburg sind das viele).

Tweets oder Facebookeinträge in denen über Trainingseinheiten, Diäten usw. geschrieben wird, lassen in mir gleich die Fragen aufkommen, wieso diese Leute so viel disziplinierter sind als ich und warum ich mich nicht aufraffen kann, es ihnen nachzutun.

Im Grunde finde ich mich permament unzureichend.

Das Verzichten auf die Waage, das Entrümpeln der alten Klamotten, der Neukauf neuer und passender Kleidung und eine Aktion wie #waagnis löst nicht das Problem. Sonst würde ich seit September bauchfrei, mit viel Selbstbewusstsein und tiefenentspannt jeden Tag in die Konditorei Lindtner gehen und ein Stück Maharanitorte essen.

Aber es ist ein Anfang. Ein Anfang, der einen Kontrapunkt zu all den inneren und äußeren Stimmen setzt, die einem einreden möchten, dass der eigene Körper ein dreckiges Stück Scheiße ist, der nur mit einem Personal Trainer, einer kohlenhydrathfreien Ernährung, viel Disziplin (die Obertugend unserer Zeit) und aufrichtigem Willen vielleicht zu etwas Ordentlichem geformt werden kann.

Ein Mem ist ein Mem ist ein Mem #609060

Sagen wir mal so, ich war in den letzten Tagen öfter mal überrascht.

Was bisher geschah:

Vor einiger Zeit habe ich einen Eintrag geschrieben mit dem Titel Mehr auf den Leib geschneidert und weniger geschneiderter Leib. Darin habe ich mein Problem damit beschrieben, dass es wenig passende Kleidung gibt, wenn man nicht Größe 36/38 und eine ganz bestimmte Figur hat.

Außerdem habe ich angesprochen, dass ich häufig mit meinem Körper hardere und immer wieder verärgert feststelle, wie ich dünne Idealmaßen anstrebe oder Frauen darum beneide.

Schlussendlich habe ich indirekt zwei Wünsche geäußert:

a) dass Kleidung/Mode – die ich als Dienstleistung verstehe – vielleicht auch in anderen Formen, Modellen, Schnitten angeboten wird, so dass eine größere Bandbreite an Menschen sich schön und schmeichelnd kleiden kann und

b) dass Mode in Magazinen, Katalogen und Werbung an Models gezeigt wird, bei denen man eine realistische Vorstellung davon bekommt, wie es an einem aussehen könnte.

Kurz: ich wünschte mir bei Kleidung und bei der Präsentation von Kleidung mehr Vielfalt.

Und dann habe ich geschlossen mit:

Da ich ein Freund von Serien bin, habe ich beschlossen, mich jetzt regelmäßig vor dem Verlassen des Hauses zu fotografieren und bei Instagram und Facebook hochzuladen. Nicht weil mein Modegeschmack besonders erlesen wäre, sondern einfach weil ich meinen normalen Körper eingepackt in Oberbekleidung sichtbar machen möchte.

Natürlich habe ich gehofft und in Betracht gezogen, dass auch andere an der Aktion teilnehmen. Aber davon auszugehen war nicht – niemand ist beispielsweise auf mein Mem eingegangen, jeden Tag seine Ubahnstation an einer bestimmten Stelle zu fotografieren.

Überraschend viele Frauen und sogar ein paar Männer machten auf Instagram, ihren Blogs oder über Twitpic mit.

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich erwartete, dass #609060 Gegenwind bekommen würde. Ich rechnete mit Trollen, die die Aktion ins Lächerliche ziehen oder dumme und abwertende Sachen sagen.

Interessanterweise kam die Kritik aber aus einer ganz anderen Richtung (der Text endet mit einer umfassenden und kurz kommentierten Linkliste): das Problem war nun der Begriff “normal” und die Sorge, dass durch die Aktion nur eine neue Norm definiert wird und nach wie vor die “aus der Norm fallenden” Körper ignoriert bzw. im schlimmsten Fall diskriminiert werden. Außerdem wurde bemerkt, dass die Gesichtslosigkeit vieler #609060-Bilder zu einer Entpersonalisierung und Bashing durch Trolle und Idioten führen könnte.

Daraus resultierte eine lebhafte und wie ich finde auch recht konstruktiv geführte Diskussion, bei der man die Argumente beider Seiten gut verstehen kann.

Trotzdem bin ich verwundert, denn diese Aktion ist aus einem einizgen Grund heraus entstanden: Ich hatte einfach Lust jeden Tag ein Foto von mir in Oberbekleidung zu machen.

Vielleicht werden einige Aspekte klarer, wenn ich kurz auf die Hintergründe eingehe:

Der Hashtag #609060

Ich mache häufig Flüchtigkeitsfehler. So auch in dem oben genannten Text.

Anstelle von 90-60-90 schrieb ich 60-90-60. Als dann ein paar Leute bei der Aktion mitmachten und wir über ein Hashtag nachdachten, schlug ich zunächte #906090 vor, die Bilder sollten diese Idealmaße quasi ad absurdum führen. Die ersten Fotos sind teilweise mit beiden Hashtags versehen.

Dann wurde ich auf meinen Fehler aufmerksam gemacht und ich dachte, dass ein absurdes Körpermaß wie 60-90-60 noch besser passen würde, weil so die Ironisierung der Idealmaße noch viel klarer würde.

Ich glaubte, dass allein durch das Hashtag deutlich wird, dass der Witz der Aktion gerade die fehlende Norm ist.

Die Bildunterschrift

Basierend auf meinem Blogeintrag (siehe Zitat oben) betitelte ich meine Bilder mit “Normale Menschen in Oberbekleidung”.

Zwei Aspekte hierzu: wie ich schon mehrmals schrieb, geht es mir um Vielfalt und dass ich mir wünsche, dass die Vielfalt des menschlichen Körpers auch von der Modeindustrie wahrgenommen und bedient wird.

Bisher wird vor allem für eine Norm im Sinne von 1,75m Größe, 2/3 davon Beine, 1/3 Oberkörper, etwas Brust, Minitaille, schmale Hüften (diese Behauptung basiert nicht auf Fakten, sondern subjektiver Wahrnehmung) produziert und geworben.

Es geht also um die Dekonstruktion des Normbegriffs. Denn wenn ich mich selbst zur Norm deklariere ohne dieser zu entsprechen – es geht hier um das persönliche Empfinden, nicht darum, ob man aus der Sicht von anderen zur Norm gehört oder nicht – dann konterkariere ich die Festlegung einer Norm. Somit wird im Idealfall die Vielfalt zur Norm und das ursprüngliche Problem der Normierung aufgelöst.

Vielleicht hätte das deutlicher werden sollen, aber diese Bildunterschrift sollte eben keine Norm festlegen, sondern sie untergraben.

Der andere Aspekt, der mich bei der Kritik an der Aktion häufig stört, ist der unterstellte Absolutheitsanspruch.

Ich habe aus oben genannten Gründen, diese Bildunterschrift unter mein Bild gesetzt.

Nirgendwo habe ich oder irgendjemand anders festgelegt, dass an dieser Wortkombination festgehalten werden soll. Faktisch stehen unter vielen Bilder gar keine Bildunterschriften oder ganz andere Texte. Es gibt keine Satzung für die Aktion.

Der Bildaufbau

Es gibt einen ganz profanen Grund, weshalb ich bei Instagram Fotos ohne Kopf mache: Ich möchte unerkannt bleiben.

Aus verschiedenen Gründen trenne ich meine Blogidentität sehr stark von meiner familären und beruflichen Identität.

Ich will nicht ausschließen, dass ich vielleicht irgendwann einmal unter Klarnamen schreiben werde, aber derzeit ist das keine Option. Die “schlimmsten” Konsequenzen, die aus einer Vermischung meiner Identiäten entstehen könnten, wären dass ich mein Blog schließen muss oder zumindestens nicht mehr so themenvielfältig schreiben kann.

Und auch für den Bildaufbau gilt: es gibt keine festgelegten Regeln. Im Gegenteil die Fotos weisen viele Varianten auf, einige fotografieren sich in Gänze, andere ohne Kopf und wieder andere fotografieren sogar nur Teilaspekte ihrer Oberbekleidung. Aus Ermangelung eines Spiegels lassen sich einige sogar von Dritten fotografieren oder entwickeln Selbstauslösermechanismen.

Vorläufiges Fazit

Wahrscheinlich konnte ich hiermit nicht alle Fragen und Kritikpunkte an der Aktion beantworten.

Ich gebe zu, dass ich mich im Vorfeld nicht mit einigen Punkten befasst hatte, dass ich zum Beispiel nichts von “headless fatties” wusste. Wahrscheinlich habe ich auch nicht deutlich genug darauf aufmerksam gemacht, dass es in der Aktion um Vielfalt geht und dass mit normal “jeder” gemeint ist. Am Ende ist man immer klüger.

Fakt ist, die Aktion ist aus einer sponaten Idee heraus geboren. Einer Idee, bei der jeder mitmachen kann, die zwar einen ernsten Hintergrund hat aber bei der es vor allem um Spaß geht.

Spaß daran, sich jeden Tag zu fotografieren, sich wieder mehr Gedanken um die eigene Gaderobe zu machen und ggf. ewig nicht getragene Dinge rauszukramen, eine passende Position vor dem Spiegel zu finden, Kindern das Fotografieren mit Handykamera beizubringen, andere Personen oder Tiere in das Bild zu integrieren, der Welt zu offenbaren, dass man einen Faibel für Eulen hat, in die Wohnung andere Menschen zu blicken, den beruflichen Alltag andere Menschen kennenzuleren, begeistert zu sein von den Outfits andere Menschen, zu sehen wie viele Varianten wir, unsere Körper und unser Leben und das Leben der anderen hat.

Linkliste zu #609060

Langsam habe ich etwas den Überlick verloren, aber anhand der Pingbacks und der Blogschau von Anne Schüssler versuche ich so viele Blogeinträge und Artikel zum Thema zu nennen wie möglich. Sollte ich etwas vergessen haben, bitte gern in den Kommentaren posten, ich trage das dann nach.

Die #609060 getaggten Fotos via Statigram.

Auf Twitter gibt es ebenfalls Bilder und Kommentare zum Mem #609060.

Die Kaltmamsell schreibt in ihrem Auszeitjournal Samstag, 11. August 2012 – von echten Frauen in Kleidung.

Frau Mutti erwähnt Auf großem Fuß am Rand meinen Blogeintrag und generiert eine unglaubliche Menge Traffic.

Meine Überraschung darüber, dass andere mitmachen: Langweilt Euch doch mit Eurer Internetphobie, wir zeigen uns derweil Fotos von normalen Körpern in Oberbekleidung.

Anne Schüssler über ihre Erfahrung mit #609060 oder was normale Menschen so anziehen.

Von Britona kam die erste Kritik am Normlitätsbegriff #609060 oder: was heißt hier eigentlich “normal”?.

Das Nuf antwortet mit Sei 609060 und verweist darauf, dass bei der Aktion die Vielfalt als Normlität gefeiert wird.

Frau Mittemang stellt sich auch die Frage #609060 oder: Was ist normal? und ruft mit #609060 – Kritikfähigkeit dazu auf, dass möglichst viele Leute mitmachen, gerade um zu erreichen, dass der Begriff der Norm relativiert wird.

Anne Schüssler schreibt einen Nachtrag zum Normalsein.

Pia Ziefle macht auf ihrem Blog auch bei #609060 mit und lässt sich von einem ihrer Kinder fotografieren.

Nido greift die Debatte: 60-90-60 auf.

Das Wortschnittchen schreibt auch über die #609060

Ich mag meinen Körper wieder ein bisschen mehr, weil er normal ist.

Carola Wolf schreibt #609060 Genau so, wie ich bin!.

Meike schreibt auf ihrem Blog crafteln über Echte Frauen – #609060 und andere spannende Aktionen wie MMM ME-Made-Mittwoch.

Tadellos schreibt versteh einer die welt. beziehungsweise die Diskussion zu “normal” bei #609060.

Frau Mutti postet auch über #609060 und schließt mit Mööönsch im Sinne von “Kinners vertragt euch doch”.

Achmist erwähnt mit Olivgrün oder: Menschen, die Spiegel fotografieren das Mem #609060 das zum Nachdenken anregt.

Jawl schreibt auch über #609060 und weist darauf hin, wie schade es ist, wenn fröhliche Aktionen ihre Leichtigkeit verlieren.

Anke Gröner schreibt über #609060 oder: Mein Problem mit dem Mem.

1ppm zeichnet Meine einzige Stellungnahme zu #609060.

Dentaku schreibt #609060, und was so “normal” ist:

wenn ich an der Auslotung des Wortes “normal” nicht teilnehme, dann reicht es auch nicht bis zu mir.

und macht mit.

Ellebil gibt Noch mehr Senf zu #609060 und schlägt die Verwendung des Begriffs “echt” statt “normal” vor (aufgegriffen bei der Kaltmamsell)

Die Augsburger Allgemeine berichtet über “Echte” Frauen zeigen sich und ihre Mode auf Twitter.

Pia Ziefle greift in Mehr als eine Zahl – #609060 noch einmal die Kopflosigkeit der Bilder auf.

Ein Mem ist ein Mem ist ein Mem #609060 in den links vom 09.04.12 auf wirres.net.

Coolcat gibt noch mehr senf zu #609060 und dicksein generell. und gibt Anke Gröner recht, fordert auf, sich zu trauen sowie “normal” durch “echt” zu tauschen.

Kathrin Hollmer greift auf jetzt.de das Mem auf und schreibt So sehen echte Frauen aus.

Frau Brüllen nimmt einen Stift und zeigt jetzt.de, wo aus echten Männern versehentlich echte Frau wurden.

Kittykoma schreibt Normal ist egal.

Kiki schreibt auch einen #609060 Rant und stellt in Frage ob der Austausch des Wortes “normal” durch “echt” sinnvoll ist.

Spiegel Online schreibt gut recherchiert über 60-90-60.

Bei Basic Thinking wird mit 60-90-60: Wenn ganz normale Frauen Fotos von sich machen das Mem auf Frauen reduziert.

Für Turi2 ist #609060 ein Klick-Tipp.

Das Journalistencafé greift das Them Kein „Size Zero“: Twitter-Happening mit 60-90-60
auch auf.

Das bhv-Blog spricht wohl mit 60-90-60: verpasste Chancen für den Bekleidungshandel? die Produzenten beziehungsweise interaktiven Handel an.

Auch meine Stadt soll schöner werden kommt An #60-90-60 zurzeit erfreulicherweise nicht vorbei.

Lady Nina über #609060.

Für Antje von FamLog ist #609060 (m)ein Mem.

Was es alles gibt, zum Beispiel eine Messeblog. Dort wird das Mem umbenannt zu #906090 – Echte Frauen zeigen sich und ihre Mode. (Ist das dann ein Flüchtigkeitsfehler reverse?) Der Zahlendreher wurde reverse-reverse-korrigiert.

Social Media Aachen über #609060: Das Web 2.0 diskutiert »normal«.

Frau Indica denkt dass die #609060-Aktion ein guter Anlass ist, über sein Körperdingens nachzudenken.

Das DRadio Wissen in Wort und Ton über das Mem und Was ist schon normal.

Auch bei der Mädchenmannschaft wird nochmal die Normiltätsdiskussion aufgeriffen mit Was ist eigentlich “normal” – am Beispiel von #609060 und Brigitte.

Nele Tabler greift mit Fotos, wenn der Mascara zerläuft und alle Größen in einem Outfit vereint sind? das Mem auf.

Die Dompteuse setzt sich noch einmal sehr ausgeglichen mit der Normalitätsdiskussion aufeinander und wünscht sich, dass noch lange Bilder mit #609060 getagged werden.

Ralf erklärt #609060 – Hyperventilieren einfach gemacht und schlägt eine Kleidertauschbörse mit Waffeln vor.

Ishtar schließt sich in #609060, HAES und Backpacks Anke Gröners Text an.

Meedia ist der Meinung, dass Blogger Normalos hypen und dass sich seit Kurzem auch “dünne” Menschen bei #609060 beteiligen sowie #609060 gedacht war, um sich zu seinen Rundungen zu bekennen. Nunja, knapp am Thema vorbei.

Stern.de hält #609060 für eine Kampfansage gegen den 90-60-90-Wahn , je nach Version (Mobil oder Desktop) mit oder ohne Verlinkung.

Zeit Online setzt #609060 und “Brigitte” begründet Rückkehr der Profi-Models in ein Verhältnis zueinander.

Die Neue Osnabrücker Zeitung schreibt Bloggerin Journelle wehrt sich: Mit #609060 gegen die Modebranche und macht ein entsprechendes Bild vom ganzen Online-Redaktion.

Eines der grandiosesten Bilder zum Hashtag.

Echoblog schreibt über den Tagesspruch: Von fetten Geistern und schlanken Körpern und kommt von der Rückkehr der Brigitte zu professionellen Models über H&Ms aktueller Modekampagne mit virtuellen Models auf das #609060-Mem zu sprechen.

Jörg Schieb mag es groß und spricht von Frauen aus aller Welt, die mir zustimmen wenn er von 60-90-60: Wenn ganz normale Menschen Fotos von sich machen berichtet.

Stefan Domke empfiehlt auf dem WDR Blog die sympathische Netzaktion #609060.

Das Shopbetreiber-Blog fragt sich was sich verkauft bzw. mit welchem Model man verkauft und bezieht sich mit 60:90:60 – Magermodels revisited auf das Mem.

Dino postet oft ihre Outfits und findet #609060 passt gut dazu.

Ein kurzes Interview zum Mem in der Trackback-Sendung vom 08.09.12 auf Radio Fritz. Wie schön, wenn der Sohn (4 Jahre) die Sendung kommentiert mit:

Mama, Du hast ja gar nicht aufgehört zu reden.

Skizzenblog goes #609060 und zeichnet überhaupt ganz grandios.

Frau Spätlese über *** #609060 *** Models, Normalität und (unbezahlbare) maßgeschneiderte Kleidung.

Katrin von Shoppingdiät berichtet am Tag 254: 60-90-60 ihrer einjährigen Shoppingdität vom Mem.

Antje Schrupp steht Morgens vorm Spiegel und bringt viele weitere, neue und vor allem spannende Aspekte zum Thema Kleidung und Selbst-Präsentation aufs Tableau.

ClipX – Geschichten aus dem Internet bei MDR Jump hat mich zum Mem interviewt. Einen Direktlink zu “Journelle” und 60-90-60 – Bloggerin zeigt ihre Outfits habe ich irgendwie noch nicht finden können.

Nathalie darüber was Die Frau ohne Unterleib mit #609060 zu tun hat und passender Bildgalerie.

Seemownays Instagram Wochenende.

Das Kulturblättchen hat am 11.9.12 unter anderem einiges zu #609060 Gelesen und für gut befunden.

Detektor.fm ging mit einem relativ ausführlichen Interview Auf Tuchfühlung | 60-90-60: ein Tippfehler und seine Konsequenzen.

Wortschnittchen über den Wert und Besitz von Kleidung.

Langweilt Euch doch mit Eurer Internetphobie, wir zeigen uns derweil Fotos von normalen Körpern in Oberbekleidung

In den letzten Tagen habe ich mal wieder off- und online* einige Artikel gelesen beziehungsweise mit Menschen gesprochen, die Social Networks und überhaupt das Internet derart unwissend dämonisieren, dass ich am liebsten einen Wutschrift geschrieben hätte.

Aber man kann nicht ständig um sich selbst kreisen. Am Ende lesen es ohnehin vor allem diejenigen, die meine Meinung teilen und diejenigen die es betrifft, werden es nicht einmal mitbekommen.

Also werde ich das tun, was immer schon das Klügste war: warten bis die Leichen an einem vorüberziehen (und 6 Sätze schreiben).

Liebe Journalisten, lieber Verleger und Verlagshäuser: wenn ihr unfähig seid Links zu setzen oder einfach nur unter einen Print-Artikel eine URL zu drucken, wenn ihr immernoch glaubt, dass man als Special-Project-Redakteurin eines Lifestylemagazins schreiben kann “Mir ist das (Facebook) zu stressig. Deshalb fange ich gar nicht erst damit an.”** dann werdet ihr halt irgendwann irrelevant.

Liebe Freunde mit Internetphobie: es ist wirklich schade, dass ich bei einem Glas Wein mit Euch nicht alles, was mich umtreibt, von dem ich im Internet gelesen und entdeckt habe, teilen kann. Aber ich fand Missionieren immer schon nervig. Ich bin auch kein Verkäufer. Also warte ich einfach ab, bis Ihr ein Wischandy habt und ich Euch bei der Einrichtung Eures Feedreader helfen kann.

Bis dahin freue ich mich einfach über #609060.

Nachdem mir in meinem Eintrag Mehr auf den Leib geschneidert und weniger geschneiderter Leib ein Fauxpas passierte und ich statt “Idealkörper von 90-60-90″ geschrieben habe “Idealkörper von 60-90-60″, wurde #609060 zum offiziellen Hashtag bei Instagram für Bilder von “normalen Menschen in Oberbekleidung”.

Aktuell sind 114 Fotos damit gehashtagged und ca 20 Personen fotografieren sich regelmäßig (bekleidet) kopfabwärts. Ich freu mich jeden Morgen wie blöd und offensichtlich achte ich auch mehr auf meine Gaderobe. Auf jeden Fall hat der Mann sich schon lange nicht mehr so oft positiv über mein Styling geäußert.

Und gemäß des Titels “langweilt Euch doch” habe ich heute leider keine Pointe.

*Ich habe keine Lust diese Texte zu verlinken und außerdem bin ich technisch nicht in der Lage dazu.

**Zitat von Mieke Tasch, Seite 28, Magazin flair, Erstausgabe September 2012, Artikel: “Facebook: Sind wir nun gemeinsam oder einsam?”