Auch 2018 gehört mein Uterus noch immer nicht mir

Über den Rechtsstreit zwischen der Sparkasse und Marlies Krämer, in dem es darum ging, dass nicht nur „Kunden“ sondern auch „Kundinnen“ auf den Bankformularen genannt werden, schrieb Antje Schrupp:

„Männer sind nur ein Teil der Menschheit, und zwar ein spezifischer Teil, der nicht den Anspruch erheben kann, für uns zu sprechen.
Das ist aber eine Erkenntnis, die viele Männer überhaupt nicht hören wollen, und die sie zuweilen auch gar nicht verstehen.“

Diese Aussage lässt sich auch auf die aktuelle Debatte um §219a und auch §218 des Strafgesetzbuchs übertragen. Hier liegt der umgekehrte Fall vor. Schwanger werden können ist in der Tat etwas, das nur Frauen (bzw. Menschen mit Gebärmutter) können, aber Männer fühlen sich viel zu oft mitgemeint und nehmen für sich in Anspruch über den Körper von Frauen entscheiden zu dürfen. Als 1933 der §218 verschärft wurde, gab es nur männliche Reichstagsabgeordnete. Bis heute melden sich bei dieser Diskussion zu gern Männer zu Wort und stimmen gegen die körperliche Selbstbestimmung von Frauen. Wie Jens Spahn weisen diese Leute häufig nicht eimal rudimentäres Wissen oder familiäre Kompetenzen auf. Jens Spahn ist nicht einmal in der Lage, Werbung von Informationen unterscheiden zu können.

Ich diskutierte auch mit Familienvätern, die sicher nichts Böses im Sinn hatten, als sie erklärten, dass sie mit einem gut dotierten Job und als Alleinverdiener nicht verstehen können, dass Frauen sich aus wirtschaftlichen Gründen für eine Abtreibung entscheiden. Die Unfähigkeit vieler Männer ihre privilegierte Situation zu erkennen und einfach mal die Fresse zu halten und den tatsächlich Betroffenen zuzuhören, erstaunt mich eins ums andere Mal.

Zwar wird für die Entstehung eines Babys auch Spermium benötigt, alles weitere spielt sich aber ausschließlich in und durch den Körper der Frau ab. Auch trägt ausschließlich die Frau das gesundheitliche und körperlichen Risiko einer Schwangerschaft für sich und für das werdende Baby.

Ferner scheint Sperma in der öffentlichen Wahrnehmung von (ungewollten) Schwangerschaften keine Rolle zu spielen. Während der Körper von Frauen durch Paragrafen reguliert ist, darf Sperma ohne Konsequenzen überall hin gespritzt werden. Ich frage mich, warum gibt es keine Beratungsstellen für Männer, die Frauen ungewollt geschwängert haben? Warum wird Männern nicht vermittelt, dass ihr Ejakulat die weitreichende Folge einer Schwangerschaft haben kann?

Als Anfang der 90er Jahre der Paragraf 218 diskutiert wurde und ein „Kompromiss“ gefunden wurde, mit dem Abtreibungen zwar eine Straftat sind, diese aber nicht bestraft werden, begann ich sexuell aktiv zu werden.

Seit 23 Jahren trage ich fast ausschließlich die Verantwortung und meist auch die Kosten für Entwicklungen in meinem Uterus. Abgesehen von Kondomen, die ich als Add-On zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten betrachte, auf die ich mich aber in Hinblick auf die Verhütung einer Schwangerschaft nie ausschließlich verlassen würde, war ich immer diejenige, die verhütet hat. Nicht selten habe ich auch selbst für einen Vorrat an Kondomen gesorgt. Mir fällt genau ein Mann ein, der sich hat sterilisieren lassen.

Ich trage also seit jeher die Verantwortung und Kosten für meinen Uterus. Dazu zählen auch die vollen 19%-Mehrwertsteuer für Binden und Tampons. Könnte ich mit Blumen den monatlichen und mehrtägigen Fluss von Blut und Gebärmutterschleim stoppen, müsste ich nur 7% Mehrwertsteuer zahlen. Ich nahm zähneknirschend hin, dass viele Männer nichtmal gefragt haben, wie und ob ich verhüte, die einfach davon ausgingen, dass ihre Ejakulation schon ohne Folgen bleiben würde.

Alles geschenkt, was ich aber seit 23 Jahren Geschlechtsverkehr weder hinnehme noch ertrage, ist rechtlich nicht über meinen Körper bestimmen zu dürfen. Es ist mein Körper und meine Entscheidung und ich werde mir nicht von irgendjemandem sagen lassen, dass ich darin ein Baby austragen muss. Niemand käme auf die Idee, Männern zu verbieten, ihre Samenstränge zu durchtrennen. Niemand würde ernsthaft eine Ejakulation ohne Procreation als Massenmord bezeichnen. Aber sobald ein Ei und eine Samenzelle in meinem Bauch verschmelzen werde ich zur Mörderin, wenn ich mir helfen lassen, die weitere Entwicklung zu stoppen?

Aber nur weil darauf bestehe, dass Recht zu haben, über meinen Körper zu verfügen, heißt dies eben nicht, dass ich abtreiben möchte. Es ist weder mein Interesse noch mein Wunsch, mich in eine Praxis zu begeben, wo mein Gebärmutterhals geweitet wird, um dann Frucht- und Gebärmutterschleimhaut abzusaugen und dann mit Schmerzen und starken Blutungen heimzugehen. Dies gehört keinesfalls auf die Bucketlist, die ich am Ende meines Lebens abgehakt haben möchte. Abtreibungen zu legalisieren bedeutet medizinische und rechtliche Sicherheit für Frauen. Sie bedeutet eben nicht, dass mehr Frauen diese Option wahrnehmen, weil es ihnen so viel Freude bereitet. Wer Frauen unterstellt, Abtreibung als bequeme Verhütung zu nutzen, muss sehr dumm oder sehr böse oder beides sein.

Auch habe ich den Eindruck, dass die meisten Frauen – so wie ich – gar nicht abtreiben möchten. Ich kenne mehr traurige Geschichten über Fehlgeburten und unerfüllten Kinderwunsch als gewollte Schwangerschafftsabbrüche. Nur weil ich verlange, dass die Frau und nicht die befruchtete Eizelle an erster Stelle steht, heißt es nicht, dass ich was gegen Schwangerschaften oder Babys hätte.

Ich habe selbst zwei Kinder. Meine Mutterschaft hat mich noch mehr darin bestärkt, Frauen die Wahl zu lassen. Ich weiß, wie anstrengend es ist, Kinder großzuziehen. Wie viel Zeit, Geld und Nerven es kostet, selbst mit einem Partner, der sich gleichberechtigt einbringt. Nach der Geburt meines ersten Kindes wollte ich jeder Alleinerziehenden sagen, wie viel Respekt ich vor ihr habe. Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass im Moment der ersten Wehe die Verantwortung der Gesellschaft für Mutter und Kind zum größten Teil verpufft. Das fängt an bei der personellen Unterbesetzung im Kreissaal an, geht weiter bei der nervenaufreibenden Suche nach einer Kinderbetreuung, macht sich darin bemerkbar, wie schwer es ist, Beruf und Mutterschaft zu vereinbaren, wie wenig gesellschaftliche Wertschätzung Carearbeit hat und auch in der Schule profitieren am meisten die Kinder, die gutverdienenden Akademikereltern haben.

Ich kann jede Frau verstehen, die nach ein oder zwei Kindern sagt, dass sie kein weiteres Kind schafft. Ich kann jede Frau verstehen, die lieber abtreibt, als mittellos ein Kind allein zu erziehen. Wie viele Geschichten kenne ich von Vätern, die nie die Verantwortung für Ihre Spermien übernommen haben, die nicht zahlen und sich nicht kümmern. Häufig sind das die Männer, die den Frauen gleich beim Schwangerschaftstest gesagt haben, dass sie das Kind doch umgehend abtreiben mögen. Ich glaube sogar, es gibt eine recht große Schnittmenge zwischen den Männern, die gegen eine legale Möglichkeit der Abtreibung sind und bei ungewollten Schwangerschaften die Frau gleich zur Abtreibung drängen. Tim Murphy ist ein bekannteres Beispiel dafür.

Wer wirklich daran interessiert ist, dass es Frauen und Babys gut geht, ist nicht gegen Abtreibung. Der Ansatz muss ganz klar eine Gesellschaft sein, in der nicht nur befruchtete Eizellen, sondern auch Kinder willkommen sind. Wenn ein Mann nicht möchte, dass eine Frau ungewollt schwanger wird, dann muss er lernen, verantwortlich mit seinen Spermien umzugehen. Und jede Person, die sich für die Gesundheit von Frauen ausspricht, muss dafür sein, dass eine Frau auch sicher abtreiben kann. Alles andere ist frauenverachtende Scheiße und verdient niemals das Label „pro life“.

Jens Spahn plant in der nächsten Legislaturperiode Geburten

Als ich 10 Jahre alt war, zog ich mit meinen Eltern von Aachen aufs Land. Meine Mutter hatte für uns einen schönen alten Bauernhof gefunden und umgebaut. Wichtig bei der Suche nach einem Haus war die Distanz zum Arbeitsplatz meines Vaters gewesen. Er musste innerhalb von wenigen Minuten im Krankenhaus sein können. Zwei Wochen im Monat hatte mein Vater Hintergrunddienst. Abends, nachts und am Wochenende trug er dann immer sein Krankenhaustelefon oder später sein Handy mit sich. Wenn es Komplikationen gab, rief man ihn an und egal ob er gerade schlief, mit uns zu Abend aß, fern sah oder im Garten saß, innerhalb von kürzester Zeit saß er im Auto und fuhr los. Mehr als 20 Jahre war mein Vater Chefarzt der Gynäkologie eines städtischen Krankenhauses. Um die unfreundlichen Arbeitszeiten und den Stress, der mit akuten Krankheiten und Komplikationen einhergeht, mitzumachen, muss man seinen Job wirklich mögen. Das gilt im übrigen für das gesamte Krankenhauspersonal, das oft nicht mal besonders gut bezahlt wird.

In den 90er Jahren fand ein Wandel in den Krankenhäusern statt. Die Ausgaben im Gesundheitssektor wurden in Frage gestellt und die flächendeckende Gesundheitsversorgung war nicht mehr der Hauptfokus. Mein Vater wusste, dass seine Station geschlossen werden könnte, wenn am Ende des Jahres nicht genug Entbindungen gezählt wurden. Als mein Vater anfing, gab es im Landkreis mit 250.000 Menschen auf 627,99 km2 ingesamt drei Krankenhäuser mit Entbindungsstationen, heute sind es nur noch zwei. Die nächste Station, die auf Neonatologie spezialisiert ist, liegt 50km entfernt im Klinikum einer größeren Stadt. In einigen Teilen des Kreises fahren einige Mütter lieber in eine niederländische Nachbarstadt, weil das schneller ist, als die 20 minütige Fahrt zum nächsten deutschen Krankenhaus im Kreis.

Daran musste ich heute denken, als ich einen Text von Mother Hood e.V. las. Am 18. August hatten sich am Wahlkampfstand der CDU in Worms Dr. Pia Müller und Daniela Koch mit Jens Spahn über die aktuellen Probleme in der Geburtshilfe (Kreißsaalschließungen, Personalmangel in den Kliniken, große Lücken in der Hebammenversorgung) unterhalten. Als ich heute den Bericht – in Form eines offenen Briefs – über das Gespräch las, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Jens Spahn sollte sich mit dem Thema Gesundheit und medizinische Versorgung eigentlich ganz gut auskennen. Zwischen 2009 und 2015 war er Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CDU-Bundestagsfraktion. Er schreibt:

„(Ich) konnte in dieser Funktion einige wichtige Reformen mitgestalten. Wichtig ist, dass wir den Patienten in den Mittelpunkt stellen, oftmals sind die Diskussionen in diesem zentralen Politikfeld leider sehr abstrakt.“

In dem offenen Brief, der sich auf drei Aussagen von Spahn im Laufe des Gesprächs bezieht, klingt das ganz anders. Hier möchte ich kurz auf Spahns Reaktion auf Twitter hinweisen. Dort schreibt er, dass seine Äußerungen aus dem Zusammenhang gerissen worden seien und wohl auch aus dem Gedächtnis falsch zitiert wurden.

Interessant wäre, wenn Jens Spahn seine Postionen zu dem Thema nochmal selbst darstellen würden. Bis jetzt ist das nicht passiert. Ich gehe daher erstmal davon aus, dass Pia Müller und Daniela Koch seine Aussagen richtig wiedergegeben haben.

„Die Politik kann nicht verantwortlich für eine flächendeckende Versorgung mit Geburtshilfe sein. Kliniken sind unabhängig und müssen wirtschaftlich arbeiten.“

Jens Spahn ist offensichtlich ein sehr großer Freund neoliberaler Ansätze. Zunächst wurde die Krankenversorgung durch politische Entscheidungen privatisiert und jetzt wird die Verantwortung dafür zurückgewiesen. In Spahns Welt entscheidet der Markt über die Gesundheit und das Wohl der Menschen. Was für ein abwegiger Gedanke es ihm scheint, dass Politik im Sinne der Menschen eines Landes handeln könnte. Die Wirtschaftlichkeit eines Krankenhausbetriebs steht für Spahn über der Gesundheit der Menschen.

Ich frage mich, ob der Spahn, der sich gegen Fahrverbote ausspricht, auch folgendes sagen würde:

„Die Politik kann nicht verantwortlich für ein flächendeckendes Straßennetz sein. Straßen sind unabhängig und müssen wirtschaftlich arbeiten.“

Aber im Umgang mit Menschen ist einem Spahn vor allem wichtig, dass er seinen Kaffee in Landessprache bestellen kann. Immerhin erläutert er im Gespräch wohl auch, warum die Politik nicht für eine flächendeckende Versorgung mit Geburtshilfe verantwortlich sein möchte:

„Wissen Sie, was es kostet, eine flächendeckende [wohnortnahe] Versorgung aufrecht zu erhalten?“

Eine gute Versorgung von schwangeren Frauen und ihren Babys ist einfach zu teuer. Dafür müssen wir Verständnis haben. Für Herrn Spahn stehen die Patientinnen/Menschen genau so lange im Mittelpunkt bis es Geld kostet, dann steht der Markt im Mittelpunkt. Es scheint mir, als hätte Jens Spahn überhaupt kein Interesse an Menschen. Es geht ihm nicht darum, dieses Land lebenswerter oder sozialer zu machen. Er möchte schlicht kein Geld für die Menschen ausgeben, die ihn wählen, lächelt aber freundlich dabei und kämpft gegen Fahrverbote.

Aber man sollte nichts mit Bosheit erklären, das man nicht auch mit Dummheit begründen kann. Ein weiteres Zitat von Spahn lässt vermuten, dass er einfach keine Ahnung hat von dem, was er tut (er war ja mal gesundheitspolitischer Sprecher).

„Eine Geburt passiert ja nicht plötzlich und auch nicht alle zwei Wochen. Da kann man schon mal bereit sein weiter zu fahren.“

Wo anfangen?

Mein Vater lebte in der Nähe des Krankenhauses, weil Zeit ein essentieller Faktor bei einer Geburt sein kann. Wenn etwas schief läuft, ist das für alle Beteiligten eine sehr große Scheiße. Zeitliche Verzögerungen haben fatale Folgen. Wenn das Kind auch nur kurze Zeit unter Sauerstoffmangel leidet, kann es sein ganzen Leben lang davon beeinflusst sein. Blutungen bei der Mutter sind ebenfalls nicht zu unterschätzen und können – wenn nicht zeitnah behandelt – zum Tod führen. Es hat seinen Grund, weshalb es Zeiten gab, in denen viele Mütter und auch viele Kinder unter der Geburt gestorben sind.

Ich habe zwei Kinder geboren und durfte im Rahmen dieser Erlebnisse einen Großteil der medizinischen Geburtshilfepalette kennenlernen. Mein Sohn kam nach 24 Stunden per Kaiserschnitt zur Welt, meine Tochter kam auch Dank der Hilfe einer großartigen Beleghebamme spontan und rasant im CTG-Zimmer zur Welt. In beiden Fällen war ich froh, in Hamburg zu leben und mit dem Taxi nur ein paar Minuten zum Krankenhaus fahren zu müssen.

Für Menschen wie Spahn möchte ich kurz beschreiben, wie sich eine Geburt anfühlt: wie Fisting ohne Gleitcreme während man eine heftige Magen-Darm-Grippe hat und zwar über Stunden. Die Chuzpe zu haben, einer werdenden Mutter zu sagen, dass sie bereit sein soll etwas weiter zu fahren, ist in Anbetracht dessen, was sie ohnehin unter der Geburt durchmachen muss, so unsäglich dämlich, zynisch und dumm, dass ich Spahn gern meine Plazenta als Gruß aus der Küche servieren möchte. Wie soll eine Schwangere denn unter Wehen einige Kilometer Auto fahren? Was ist wenn der Partner auf der Arbeit ist und sie allein zu Hause ist? Soll sie einfach mal mit dem Taxi 50km zum nächsten Krankenhaus fahren unter Wehen? Der Taxifahrer wird sich bedanken, wenn die Fruchtblase platzt oder die Presswehen einsetzen, von Komplikationen möchte ich gar nicht erst sprechen. Und selbst wenn es die Möglichkeit eines Krankentransports geben sollte, dieser ersetzt nicht die Möglichkeiten in der Geburtshilfe. Was ist, wenn es dem Baby nicht gut geht? Schon mal mit einem Baby, das wegen Sauerstoffmangel blau anläuft eine größere Strecke im Auto gefahren?

Aber wie gesagt, wahrscheinlich ist Spahn gar nicht böse, sondern nur unwissend und inkompetent. Antje Schrupp schrieb hierzu auf Facebook:

Andererseits ist es kein Wunder, dass Parteien über Probleme, für die sie keine Lösung haben, auch nicht reden. Da ist es fast schon nett von Jens Spahn, dass er so unbekümmert einfach ausspricht, was in diesen Köpfen Sache ist.

Die Themen Carearbeit, Familie, Frauen und Kinder zählen nach wie vor zum „Gedöns“. Aussagen wie diese zeigen, dass diese Themen als irrelevant angesehen werden. So als würden die Wählerstimmen von den betroffenen Menschen gar nicht zählen. Jens Spahn lebt in einer Welt, in der das Thema Gesundheit für Mütter und Kinder egal ist. Verletzungen, Traumata, Tod und bleibende Schäden werden hingenommen, weil ja nunmal kein Geld da ist und die Politik angeblich überhaupt nicht dafür verantwortlich ist.

Aber das ist die Politik. Ich erwarte, dass Familienpolitik auch beinhaltet, das Wohl von Frauen und Kindern unter der Geburt zu berücksichtigen. Oder um es mit Spahns (leicht abgewandelten Worten) zu sagen:

„Wie merkwürdig und auch fremd im eigenen Land dürften sich die fühlen, die wie meine Eltern nie sicher gebären konnten: Sie kommen in ihre Hauptstadt und lernen das erste Mal flächendeckende Versorgung mit Geburtshilfe kennen.“

Originalzitat

Nachtrag vom 2.9.2017: Jens Spahn hat mit einem Brief an Mother Hood e.V. reagiert. Ich hoffe, dass die darin erwähnten Pläne und Maßnahmen umgesetzt und erfolgreich sein werden.