Monatsabrechnung: Neues Jahr, neue Links

A War Journalist’s Worst Case Scenario: The Kidnapping of Michael Scott Moore, Michael Scott Moore braucht Olivia Pope oder zumindest ein paar Menschen, die sich für ihn einsetzen. Ich finde den Text zudem allgemein sehr interessant und differenziert, da man beim Thema “Entführungen in Krisengebieten” meist sehr wenig über die Hintergründe erfährt.

Heute Abend vielleicht eine Shrimp Sandwich Roll?

Ich muss gestehen, dass ich noch keine Folge Girls gesehen habe aber dass sich jemand über eine zu viel Nacktheit einer “normal” aussehenden Frau beschwert, ist ein trauriges Dokument einer fehlgeleiteten Ästhetikkultur.

Wer Dr. Mutti noch nicht regelmäßig liest, dem möchte ich Juliana Goschler wirklich dringend ans Herz legen. Diese unaufgeregte Art, mit der sie Sachen aufdröselt und in Grund und Boden argumentiert, kenne ich sonst nur von Stefan Niggemeier.

Diesen Monat möchte ich von Ihr ganz besonders drei Texte empfehlen:

FAZettelt (oder die 32 Kreise des Wahnsinns)

Schlampen, Sex und Sozialismus

Ich habe heute keinen dummen Spruch für dich

Übrigens könnte man den Eindruck gewinnen, dass die FAZ ein ganz großes Problem mit der modernen Gesellschaft hat. Ich frage mich, ob die Zeitung noch mithilfe eines Setzkastens gedruckt wird.

Im Januar ist etwas sehr Ungewöhnliches passiert, ich habe einen Text von Sibylle Berg gelesen, den ich a) verstanden habe und dem ich b) zustimmen konnte.

Ich hatte kurz überlegt, ob ich eine Erwiderung auf Das geschwächte Geschlecht von Elisabeth Raether und Tanja Stelzer schreiben soll, aber dann war mir die Zeit dafür zu schade. Abgesehen davon, dass ich kein Mitleid habe mit Menschen, die nicht damit klarkommen, dass sich die Welt verändert und sie womöglich ein wenig ihres Hegemonialanspruchs abgeben müssen, wirkte der Text so, als würden sich zwei Mütter bei der Schulleitung beschweren, weil sie nicht mit den Noten für ihre adoleszenten Söhne einverstanden sind.

Ich wünschte, bevor Raether und Stelzer ihren Text über die Gefahren der weiblichen Dominanz für Männer geschrieben haben, hätten sie Soraya Chemalys Text ‘Too Much Estrogen’: The Golden Globes, Chris Christie and Men Who Don’t Want to Share Culture gelesen.

Herring’s work indicated that when women talked just 30% of the time, men thought they were dominating.

Und auch 30 Prozent Frauen in den Medien werden schon für eine Panikmache vor der Verweiblichung der Medien genutzt. Silke Burmester rantet ganz wunderbar darüber.

Ich habe Meike Winnemuth für mich entdeckt. Denn zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich ihre vielgelobten Kolumnen mit Peter Praschl oder ihr Buch Das große Los nie gelesen habe. Dank jawl bin ich auf ihre Stern-Kolumen aufmerksam geworden und möchte vor allem zwei empfehlen:

Fick Dich!

Allein? Zu zwein?

Wer Allein? Zu zwein mochte, mag auch Ich hoffe, dass Ted Mosby stirbt.

Smilla Dankert ist eine meiner persönlichen Heldinnen. Ich würde mich niemals trauen, fremde Menschen auf der Straße anzusprechen. Bei all den Rampensaugenen, die ich habe, finde ich das unglaublich bewundertswert. Und damit nicht genug, wie auch immer, trifft sie stets auf beeindruckende Menschen und schafft es, ihnen wunderbare Geschichten zu entlocken. Ihr Blog bestätigt mich immer wieder darin, dass die Menschen im Grunde gut, liebenswert und schön sind, jeder auf seine Art.

Im Januar hatte ich bei Komm, Röb, wir gehen Tränen der Rührung in den Augen und bei 31 Stockwerke bewundere ich wieder ihre Beharrlichkeit und hoffe, dass sie bald von “drinnen” berichtet.

Tin Fischer über ein zweitägigen Seminar «50 Shades of You: Verfassen Sie einen erotischen Roman»:

Das ist das Fiese beim erotischen Schreiben: Man setzt immer Autor und Geschichte gleich. Immer.

The Problem with Facebook. Bis dahin hatte ich überhaupt nicht darüber nachgedacht, fand jeden Aspekt aber gut nachvollziehbar und richtig.

Markus Lanz war mir immer ein Rätsel oder anders, ich rätsle nach wie vor: wer empfindet seine Arbeit als Unterhaltung?
Dass er nicht nur langweilig, sondern auch unangenehm ist, beweist Wie Markus Lanz ein paar Mal bei der »schönsten Linken aller Zeiten« einhaken musste.

Und ebenfalls Dank Stefan Niggemeier wird dann auch gleich die Bigotterie der Medien-Empörung über die Petition gegen Lanz entlarvt: So mögen sie Gulaschsuppe essen: Eine Kritik der Kritik an der Lanz-Petition und Anti-Lanz-Petition erinnert die »Zeit« an Anti-Juden-Kampagne der Nazis. Was habe ich mich amüsiert.

It’s the year of the bush und damit ist nicht George Bush gemeint.

Ich bin ein sehr, sehr großer Fan des Graphitti Blogs. Mein Favorit im Januar war Skandale.

Dieses Jahr wird unser Sohn eingeschult werden. Ich würde mich freuen, wenn Julian Germain mal zu Besuch käme und Fotos machen würde.

Die Bilder von Miss Aniela sind so, wie ich mir nachts meine Träume wünsche.

Über das Interview mit Miss Aniela stieß ich auf ihren Flicker-Stream und dieses zutiefst bewegende Bild über Leben, Liebe und Tod (unbedingt den Text unter dem Bild lesen).

Kein Talent zur Monogamie von Tina Klopp ist bis zur Überschrift nachvollziehbar. Allerdings frage ich mich, wie Frauen rechnerisch mehr fremd gehen sollen. Am Ende der Rechnung müssen sich Frauen und Männer vor allem ähnlich sein. Viel mehr geärgert habe ich mich allerdings über die Hasenfüßigkeit der Autorin. Der letzte Absatz ist ein pubertierendes “Hihi, war nicht so gemeint.” Dabei ist das Thema so spannend, dass es verdient, konsequent durchgedacht zu werden. Und ja am Ende mag herauskommen, dass (einige) Menschen gern Sex mit verschiedenen Partnern haben und womöglich das idealisierte Konzpet von Monogamie erweitert werden muss.

In letzter Zeit frage ich mich häufig, warum es Frauen und Männer gibt, die panische Angst vor Homosexualität haben. Ich sehe einfach keinen Grund, warum mich die Liebe der anderen Menschen negativ beeinflussen könnte. Zach Howes Antwort auf die Frage, gefällt mir jedenfalls sehr gut.

Über die Ansteckungsgefahr von Homosexualität bringt Antje Schrupp – wie es ihre Spezialität ist – auch wieder ein paar für mich neue und kluge Aspekte ins Spiel.

Und wieder ein Beweis, welche Panik und Hass es auslösen kann, wenn Frauen den öffentlichen Raum nutzen.

An Open Letter From Dylan Farrow. Die Debatte in den USA, die auf diesen Brief folgte, zeigt auf wie vielen Ebenen Opfer von Missbrauch leiden müssen, wenn sie an die Öffentlichkeit gehen.

Die Kaltmamsell war in Israel und jetzt überlege ich, ob ich eine Wunschliste von weltweiten Pools, in denen ich mal schwimmen möchte, erstelle. Dieser wäre dabei.

Monatsabrechnung: Links des Jahresendes 2013

Victoria hat ihre Fake-Geschichte beeindruckend aufgerarbeitet und recherchiert. 1. Teil, 2. Teil, englische Version und Tin Fischers weiterführende Recherche Der Traum Mann.

Seitdem ich mit zwei Männern zusammenlebe ich mir durchaus aufgefallen, dass sich das Beschwerdemanangement bei Frauen und Männern unterscheidet. Oder wie Anatol Stefanowitsch es in seinem Text Die Leiden der jungen Väter ausdrückt:

Und natürlich habe ich das ertragen, wie ein Mann: In dem ich mich lauthals darüber beschwert habe.

Es ist mir egal, wenn ich lese, dass Pandabären so phlegmatisch sind, dass sie oft nicht einmal Lust auf Sex haben, aber als Kinder sind sie sehr, sehr niedlich.

Das nenn ich mal eine Liste, die essentielle Probleme löst. Bosch hat sie übrigens erstellt, es ist also anzunehmen, dass Kaffee eine Rolle spielt.

Als Fan der Sportart Synchronschwimmen, ist ein Mermaid Theme Park auf jeden Fall ein Ort, den ich irgendwann einmal besuchen muss. Bis dahin müssen diese Bilder oder Esther Williams-Filme als Surrogat herhalten.

Ebenfalls ein Ort, an den ich schon lange mal reisen möchte, ist Finnland. Während eines Schüleraustauschs war ich für ein paar Tage in einen finnischen Jungen bzw. seinen trockenen Humor verknallt. Offensichtlich ist Humor in Finnland generationsübergreifend in Hülle und Fülle vorhanden.

Eigentlich wollte ich das Interview mit Edzard Ernst als Anlass nehmen, einen Text über Homöopathie zu schreiben. Aber im Grunde habe ich nur einen Gedanken als Schlußfolgerung für mich aus dem Gespräch gezogen. Wenn die Selbstheilungskräfte – aktiviert z.B. durch die Psychologie der Homoöpathie/Placebos – so gut funktioniert, warum wird in diesem Bereich so wenig geforscht? Mag sein, dass homöopathische Medikamente gar nicht helfen können, aber der Glaube daran schon. Insofern wären klassische Medizin und die Aktivierung der Selbstheilung doch ein Dreamteam.

32 Helpful Things You Can Learn From Porn

Nach dem Sexlink nun der obligatorische Ethno-Link: Six Lessons from A Tribal Photographer

Ich bin ein großer Fan von Demut. Nicht, dass ich selbst besonders viel davon hätte, aber sie macht Menschen oft sehr sympathisch und mehr Demut würde die Welt sicherlich nicht schlechter machen.

Eine Fotodokumentation über Frauen in Saudi-Arabien.

Die Freunde des Internets und ihre zerstörten Träume – ein Tagungsbericht.

Vergewaltigung ist kein Problem aber eine Frau oral zu befriedigen, dass wollen wir der Jugend im Kino nicht zumuten. WTF

Erwähnte ich schon, dass ich mal nach Finnland reisen möchte?

Und nach Nazaré in Portugal auch. Diese Wellen machen mich völlig fertig und da surfen dann auch noch ein paar Irre drauf. Sowas träume ich sonst nur.

Ich mag es ja sehr, wenn Isabella Donnerhall ein wenig rantet und stimme ihr zudem zu.

Leider hat mir niemand zu Weihnachten einen Bagger geschenkt. Sonst hätte ich damit getanzt.

Das hier vorgestellte Modeblog erinnert mich sehr an meine Mutter und ihre Freundinnen und deshalb finde ich es ganz bezaubernd.

Meike Winnemut über Unbekanntes Glück.

Ich glaube (ich weiß es nicht und in dubio pro reo), R. Kelly ist ein ziemlch großes Arschloch.

Ninia LaGrande schreibt über Babys für die Gesellschaft und darüber, wie schwierig es sein kann und mit welchen Diskussionen es verbunden sein kann, ein neues Pillenrezpt zu bekommen. Man stelle sich vor, ein Mann müsste für jede Packung Viagra erst einmal eine Abtastung der Prostata über sich ergehen lassen.

Ich mag Jim Jarmusch sehr gern und dieses Interview mit ihm bestätigt mich darin.

Comedian Raised $126k for Atheist Tornado Victim to Piss Off Christians.

“If you watch the footage, all the other victims are on the news thanking Jesus for only killing their neighbors and not them, while a crawler is on the screen telling me where I can text money to help them out,” Stanhope goes on to say. “Fuck them. I don’t want Jesus getting credit for my $50. I’ll help that other girl out.”

Ich habe mal vor vielen Jahren in einer Schulklasse in Tennessee als Einzige aufgezeigt, als die Frage gestellt wurde, wer an die Evolution glaubt. Danach habe ich es vermieden, in den USA offen zu meinem Atheismus zu stehen. Insofern bin ich von der Frau auch sehr beeindruckt.

Eine sehr gute Dokumentation von 2012 über The abortion war in den USA. Ganz besonders sehenswert ist die Stelle ab Min 11:42. Dort wird ein Politiker, der für eine massive Einschränkung von Abtreibung eintritt, gefragt, warum seiner Meinung nach Frauen abtreiben. Die Antwort lohnt sich.

Und noch eine Liste hätte ich. Os famosos e as personalidades mais sexy de 2013, für mich die bisher hertogensten und beste Liste dieser Art.

Monatsabrechnung: Monatslinks Sommer 2013

Ich mag Martin Robbins, er ist so unaufgeregt aufrichtig und er kann Texte sehr fulminant beginnen (und fortführen):

I’m a “clit-licking beta-boy”, according to some recent fan mail; an “unmanly” creature who only supports feminism out of some desperate need to get laid. As an insult it doesn’t really work.

Apropos angeblich konformes (männliches oder weibliches) Verhalten, das Nuf hält ein Plädoyer für mehr Andersartigkeit.

Peter Breuer fährt mit der Bahn durch meine alte Heimat und macht sich darüber lustig. Das dürfte übrigens auch meine Leidenschaft für Pipi-Kacka-Humor erklären.

Wer nicht den ganzen Text von Natasha Devon über Cellulite, scars, tattoos, hair, bingo wings and bellies: It’s summer – so feel free to get it all out lesen mag, dem möchte ich zumindest disses wunderbare Zitat näher bringen:

“I’m fifty years old, I’ve had three children, I will NOT be made to cover up my bingo wings. I deserve more respect than that”.

Die meisten Modeblogs finde ich langweilig und ziemlich affig. Das gilt allerdings nicht für Nadia Aboulhosn. Nicht nur, dass ihr Instagramaccount von der Vogue Italia empfohlen wurde, das Blog und ihre Instagram-Bilder sind auch wirklich großartig und oft der erste Feed, den ich morgens aufrufe.

Ich mag ihren Modestil, die Frau, ihre Attitüde und diese wunderbare Figur, die mir persönlich immer wieder vor Augen führt, dass Schönheit nichts mit festgelegten Maßen zu tun hat.

Bisher habe ich nichts von Danielle Steel gelesen, aber ich bin deshalb nicht weniger wütend darüber, mit welcher Überheblichkeit manche Männer ihr gegenübertreten. Von daher ist “Are you still a Brain Surgeon?” eine Frage, die viel zu selten gestellt wird.

Laurie Penny mal wieder in Hochform: Of course all men don’t hate women. But all men must know they benefit from sexism.

A painful lesson in German language von Will Rolls. Meine Begeisterung für Pipi-Kacka-Humor sprach ich ja bereits an.

Anfang des Jahres wäre mir nicht in den Sinn gekommen, die Piraten zu wählen. Die Piraten können sich also bei der NSA, Edward Snowden und Felix Schwenzels Text Protestwahl für meine Stimme bedanken.

Gunter Dueck wird vom buchreport interviewt und sagt sehr kluge Dinge, die sicherlich nicht nur für den Buchmarkt gelten.

Femen ist ein Typ.

Monatsabrechnung: Monatslinks Rest Juni und ein wenig Juli 2013

Rosa Donut, pointierter als der Titel von Modestes Text kann man es eigentlich nicht sagen.

Nachdem ich festgestellt habe, dass es in meinen Onlineumfeld überraschend viele Hochbegabte gibt, fiel mir nach Josefines Bericht Wie ich über meine persönliche Odyssee durch Schauspielschulen schrieb und daraus ein Rant über Lookismus wurde auf, wie viele nette Menschen aus meiner Filterbubble mal Schauspierin werden wollten.

Übrigens gehöre ich auch dazu. Also zu denen, die mal professionell auf die Bühne wollten, nicht zu den Hochbegabten.

Ich glaube, Nessy ist eine tolle Urlaubsbegleitung zudem kann man in ihrem Blog viel lernen. Zum Beispiel Russisch für Kinderfreunde.

Cynthia Nixon wird in der Daily Mail mit den klügsten Fragen zum Thema Sex and the City zitiert: Almost ten years after the show’s finale, the mother-of-three asked: ‘Is this what these women think true love is? A man who has enough money to buy you a walk-in closet?

Spritzgleichung von Herrn Buddenbohm.

Meine Eltern haben eine sehr große Wohnküche. Wenn mein Bruder mich mit den Worten “Journelle, Du stehst gerade” von meinem Platz aufscheuchte, damit ich zum Beispiel den Käse aus Kühlschrank holte, nahm ich meist ein wenig Anlauf und machte einen Spagatsprung zum Kühlschrank. Das verkürzte den Weg ungemein.

Mein Vater und mein Bruder begannen daraufhin, auch regelmäßig Spagatsprünge durch die Küche zu machen und sich dabei vor Lachen fast in die Hose zu pinkeln.

Was ich sagen will, es sah zwar nicht so gut aus, aber wir waren damals auch Dancer among us.

Amanda Palmer spricht auf einer Ted-Konferenz darüber, was Musik und Kunst den Menschen gibt (und auch über ein paar andere interessante Dinge).

Victoria Hamburg erlebte eine dieser Geschichten, von denen man glaubt, sie kann einem nicht passieren, bis sie einem passiert.

“Der Appetit ist die moderne Erbsünde”, hinter jeder Antwort von Udo Pollmer wollte ich mit Edding ein Ausrufezeichen auf mein Display machen.

Mit solchen Interviews könnte man mich motivieren, Printmedien zu kaufen. Leider finde ich sie immer nur online.

Silke Burmester kann Texte schreiben, die ich gleichzeitig pathetisch und großartig finde. Das hat bisher noch niemand geschafft. Helden der Gegenwart: Halte durch, Jesus!

Vielleicht wäre die Welt eine bessere, wenn wir alle in Zelten leben würden. Herr Buddenbohm über Das einfache Leben.

Link-Empfehlungen des Mannes:

Dem Mann war klar, dass ich spätestens beim zweiten Absatz von When your mother says she’s fat Tränen in den Augen haben würde.

Nebelaufnahmen

Monatsabrechnung periodenverschoben: Monatslinks Mai und Juni 2013

The Militant Baker schreibt Things No One Will Tell Fat Girls… SO I WILL auf. Darin zu finden sind Verlinkungen zu sehr spannenden Texten und Zitate wie dieses:

A guy can pick you up off your feet, and it won’t break his back. “Wait, whaaaaaa Jes? You’re full of shit.” Nope. This just happened to me for the first time in… six years? I’m considerably heavier than I was 6 years ago (like… 70 pounds heavier) and so when I ran up to my friend Eric for a hug and he picked me up with my heels in the air… it left me breathless. I had forgotten that it was possible; I had accepted a life void of being lifted. So exhilarating. Eric didn’t suffer any injuries and walked away unscathed.

Apropos gute Zitate. Tiffany Kell schreibt einen unglaublich rührenden, klugen aber auch sehr traurigen Text über ihren Vater: Why I Don’t Diet – An Ode to My Father.

My father was born larger than life, to a family of larger than life people. DNA sequencing showed we are almost entirely Viking stock, no great surprise given the height and breadth of our bodies.

When my father turned 20, he was over 6’2 and 300lbs. His feats of athleticism echoed like legends among his family and friends. There was the time he simply forward-pressed an enormous king-size bed from the sidewalk to a second-story window; it took six men to wrangle it inside. There was the time he and my mother were trapped in a collapsing apartment, and he picked her up with one arm and ripped the dead-bolted door out of its frame with the other. There was the time he stopped an attempted mugging by walking up to the assailant and plucking the knife out of his hand, like you or I would flick off a bit of lint. He was a giant, thriving and vital, built of strength and flesh.

But he didn’t want to be a giant. He wanted to be thin.

Bei 35 Grad im Schatten denkt keiner mehr an den kühlen Mai und die re:pubica 13 aber Kai Biermann hat den wunderbaren rp13-Vortrag von Felix Schwenzel kommentiert. Mit Felix Schwenzel, mit Witzelsucht die Welt verbessern bekommt man zwei hervorragende Dinge in einem.

Christoph Koch hat einen Mann interviewt, der sich als indischer Guru ausgab und daraus einen Dokumentarfilm machte. Was mir am Interview aber auch am Trailer zum Film so gut gefiel ist, dass sich nicht über die “Jünger” lustig gemacht wird, sondern eher das Bedürfnis von Menschen nach Leitfiguren erleuchtet (Kalauer!) wird.

Sowohl persönlich als auch im nahen Umfeld habe ich wenig Erfahrung mit psychischen Erkrankungen gemacht. Daraus resultiert ein von Einer flog über das Kuckucksnest geprägtes Bild zu psychatrischen Einrichtungen. Entsprechend fand ich Aurelies Text Die Psychiatrie – eine Zwischenbilanz (oder so ähnlich) enorm spannend und interessant.

Ganz ähnlich ging es mir bei Hulk (I) von Kathrin Weßling. Mir persönlich helfen solche Texte sehr, denn sie bringen ein wenig Licht in meine Ignoranz und mein geringes Verständnis von Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen. Außerdem bin ich gerührt und beeindruckt von der Offenheit und Schonungslosigkeit, mit der die beiden Frauen darüber schreiben.

Malcolm Gladwel hat 2000 mit John Rock’s Error einen sehr langen aber unglaublich spannenden Artikel über die Geschichte der Pille, über Menstruation und Gesundheit geschrieben.

In Texas wurde ein Mann freigesprochen, der eine Prostitutierte wegen 150$ erschossen hat: In Texas, A Woman’s Life is Worth $150

Zurück zum Guten im Menschen. Marty Klein hat eine tolle Ode an Dan Savage: Humanist of the Year geschrieben.

Apropos Dan Savage, Girls watch Porn too. (Bis zum Schluss gucken.)

Einen Welt-Artikel zu verlinken ohne ihn daraufhin in der Luft zu zerreißen, habe ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Aber wenn Deborah Kogan beschreibt, Wie mich der Sexismus im Literaturbetrieb zermürbt muss ich von meinen Prinzipien Abstand nehmen. Ich rate allerdings davon ab, die Kommentare darunter ebenfalls zu lesen.

Ich mag es immer sehr wenn Herr Buddenbohm philosophisch wird. Besser scheitern (2): Blechbetrachtungen

Meinungen werden entsetzlich überschätzt, das ganze Herummeinen wird viel zu hoch gehängt, besonders in diversen Blogs zur Zeit. Über Meinungen kann man nur streiten, wenn man den Humor und die Selbstironie behält, und sonst sollte man um Gottes willen die Klappe halten, denn womöglich meint man morgen etwas anderes. Meinungen sind Spielzeug, man kann sie drehen und wenden und zack, sehen sie anders aus. Sie verfärben sich je nach Wissensstand, Gesellschaft und Umgebung, es lohnt nicht, sich deswegen an die Kehle zu gehen.

Apropos klug und selbstironisch, Rupert Everett wird vom SZ Magazin interviewt und dieses Gespräch verbindet aufs Feinste Kurzweiligkeit mit Substanz.

Dr. Mutti ist eins meiner Lieblingsblogs. Sie schreibt, wie ich es manchmal auch gern würde. Sie bleibt irre gelassen und mit Intelligenz, Wissen, Recherche und einem kühlen Kopf argumentiert sie nonchalant die Idiotien der Gesellschaft nieder.

Ein Großteil meiner Schulzeit verbrachte ich mit dem – erfolglos gebliebenen – Versuch, möglichst schön zu schreiben und dabei so wenige Flüchtigkeits- und Satzzeichenfehler wie möglich zu machen. Zuweilen hatte ich keine Lust mehr zu schreiben, weil ich Angst hatte, in meinen Texten zu viele Fehler zu machen und zum Gespött von Lehrern, Verwandten oder Mitschülern zu werden. Dank meiner Schrift und – je nach Stift – Verschmierungen wegen Linkshändigkeit fielen glücklicherweise viele Fehler gar nicht auf.

Kein Wunder also, dass Die Journalismus-Katastrophe bei bei mir auf offene Ohren stieß.

In diesem Sinne: It’s a comma, baby.

Monatsabrechnung: Monatslinks April 2013

Der Text We Aren’t the World von Ethan Watters hat nicht nur einen sehr schöner Titel, sondern ist auch ein hervorragender und sehr langer Artikel darüber, dass man wohl nicht zu den besten wissenschaftlichen Ergebnissen kommt, wenn man als Standardmaß die amerikanische bzw. die westliche Kultur nimmt.

Dass meine Wahrnehmung ausgesprochen begrenzt ist und es keine Universalidee gibt, wurde mir klar, als ich mich mal mit Entstehungsmythen indigener Völker aus dem Amazonasbecken befasste. Ich verstand und kapierte kein Wort. Alles von der Erzählstruktur bis hin zu den Themen und dem moralischen Konzept (das ich immer zu finden versuchte) war mir nicht begreiflich. Ich bezweifle, dass es vielen Forschern anders geht.

Wo wir gerade bei der Anthropologie sind. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich dieses Gerede von Alphamännchen und dem kläglichen Versuch vieler Männer, eins zu sein, nervt. In The Pick-Up Artists’ Alpha-Male Narrative Myth wird dieser alberne Mythos ganz wunderbar dekonstruiert.

Einen habe ich noch: Mann, Mann, Mann und Frau von Angela Kökritz über eine chinesische Provinz in der Frauen die Brüder ihres Mannes mitheiraten können. Da der Mann nur Schwestern hat, bin ich raus aus der Nummer.

Patricia Cammarata schreibt über Das naturdegenerierte Kind und diese ewige Mär von der Wichtigkeit der Natur für die Entwicklung von Kindern. Können diese ewig nach Wald und Natur jammendern Menschen nicht zusammen mit den städtischen Kita-Wegklägern raus aufs Land ziehen, sich Zäune und Lärmschutzwände um Waldparzellen machen und mich mit meinen Kindern in Ruhe mit der Bahn ins Museum fahren lassen?

The Strangest Tradition of the Victorian Era: Post-Mortem Photography faszinierend aber sicherlich nicht jedermanns Sache.

Past – Present – Future. Die gute Nachricht: quote.fm gibt es noch, die große Frage aber ist, bleibt es mit elbdudler so ein wunderbarer Fundus für wirklich gute Texte?

Ich mag Mode aber ich gebe Hilal Sezgins Text Jung bleiben ohne Chanel trotzdem (oder vielleicht deshalb?) völlig recht.

Weil die Quote so wichtig ist, kommt sie erst 2020, so lange schauen wir uns Jauch-Sendungen in Endlosschleife über Uli Hoeneß an. Antje Schrupp schreibt in Frauen in Zeiten der Quote nicht nur, weshalb wir schon vor 2020 eine Quote benötigen, sondern auch was es sonst noch zu tun gibt.

Die Mädchenmannschaft erzählt mit Gifs eine offenbar sehr schlechte Maischberger-Sendung nach: Die Sexismusdebatte™ im TV – wo lauter(bacher) Fleischh-, äh, Kalauer mit großer Kelle ausgeschenkt werden

Die schon wieder ist eine Polemik im besten Sinne von Anita Blasberg über die gesellschaftliche Dominanz der Babyboomer. (Gell, Herr Jauch?)

Anne Roth hat ein tolles Projekt ins Leben gerufen. Auf 50 Prozent wird gezählt, wie hoch der Anteil von Rednerinnen und Rednern auf Konferenzen, Podien, bei Talk-Shows und anderen öffentlichen Veranstaltungen ist. Wer mitmachen möchte oder Genaueres über das Blog erfahren möchte: hier entlang.

Da ich nicht journalistisch arbeite, sehe ich mich als reine Journalismus-Kundin. Als solche möchte ich eigentlich fast jede Antwort von Constantin Seibt über die Medienkrise ausdrucken, ausschneiden und einrahmen.

Isabella Donnerhall hat seit kurzem einen neuen Blog-Lebensraum: Donnerhallen. Wie auch die vorherige Blogwohnung ist auch die neue Bleibe wärmstens zu empfehlen auch wenn das ein oder andere Fußballplakat an der Wand hängt.

Die Blogroll ist übrigens ganz wunderbar vielfältig und ich habe in ihr die bisher schönste Beschreibung meines Blogs gefunden.

30 Nights with a Call Girl ist eine spannende Dokumentation in der ein kanadisches Call Girl 30 Tage lang bei ihrer Arbeit begleitet wird. Der Film besteht vor allem aus Interviews bevor und nachdem Sera bei ihren Kunden war.

Ich ertrage das Thema Uli Hoeneß durchaus, wenn jemand wie Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach etwas Kluges darüber schreibt: Gutsherrenart

Geht euch doch selbstverwirklichen, ich geh arbeiten der Titel sagt eigentlich alles und ich möchte Patricia nach jedem Absatz ein zustimmenes (und atheistisches) “Amen!” zurufen.

Link-Empfehlungen des Mannes:

Wo sie gerade sagen Prozentrechnung, ein Blog über 100% Herrenclubs.

Andreas Schanze reist durch Nordkorea und wird aufgefordert: Verneigen Sie sich!

The 28 Most Ironic Things That Have Ever Happened

Johanna Adorján interviewt für die FAZ Madeleine Albright und ich sehe mich in meiner Bewunderung für Frau Albright bestätigt.

Dieser Blogeintrag wurde Ihnen Dank der Texte (Blogs/Projekte) von 10 Autorinnen und 9 Autoren präsentiert. 50%. Geht doch. Ein Blog habe ich nicht mitgezählt, da das Geschlecht des oder der AutorInnen nicht durch einen Namen o.ä. erkennbar war.